Tauberbischofsheim

Analyse des Kraftfahrt-Bundesamts Bestand liegt in diesem Jahr bei über 3800 zugelassenen Fahrzeugen / Autos mit Allradantrieb sind ebenfalls immer beliebter bei den Kunden

Zahl der Cabrio-Fahrer im Landkreis nimmt weiter zu

Main-Tauber-Kreis.Dach einfalten, Sonne genießen, was gibt es im Sommer Schöneres? Bei diesen Temperaturen? Dach zu lassen und Klimaanlage volle Kanne genießen.

Menschen mit Cabrio haben die Wahl. Menschen, die sich für diese Form des Autos entschieden haben sind bei uns eine wachsende Gruppe unter den Fahrzeugbesitzern. Im Main-Tauber-Kreis zählt die Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für 2018 insgesamt 3806 Sonnenhungrige mit Cabrio. Das sind 92 mehr als 2017 (plus 2,5 Prozent). Bundesweit nahmen die Cabrios um 31 560 Exemplare (1,5 Prozent) auf jetzt 2,15 Millionen Fahrzeuge zu.

Die zweite Spezialgruppe sind Menschen mit Allradantrieb im Auto: Bei den Allrad-Pkw meldet das Kraftfahrt-Bundesamt einen Bestand von 8689 im Kreis. Das sind 793 mehr als vor einem Jahr (rund zehn Prozent). Zum Vergleich: Im Bund stieg die Zahl der Allradler um 414 860 oder 9,59 Prozent auf rund 4,74 Millionen.

Auf 1000 Pkw kommen damit 44 Cabrios im Main-Tauber-Kreis. Bei den Allradlern sind es rund 100. Die beiden Werte reichen im bundesweiten Vergleich zu Platz 231 in der Cabrio-Bundesliga und zu Platz 190 in der Allradler-Liga innerhalb von 400 Städten und Kreisen. Vorne liegen die Bayern: Im Kreis Starnberg gibt es mit rund 87 pro 1000 Pkw die meisten Cabrios. Bei den Allradlern führt der Kreis Miesbach mit rund 246 pro 1000 die Bundesliga an.

Bei den Autos mit Allradantrieb sind SUV und Geländewagen enthalten. SUV haben meist auch einen Diesel und sind Umweltschützern ein Dorn im Auge.

Denn wozu braucht der Mensch in Dorf und Stadt einen Geländewagen? „Leichter Einstieg, erhöhte Sitzposition, Platzangebot und Sicherheitsgefühl, sowie das Gefühl, für alle Lebenslagen gerüstet zu sein, sind bei Familien, Frauen aber auch älteren Käufern die entscheidenden Argumente“, fasst Reiner Äckerle, Autohausbesitzer im schwäbischen Korb bei Stuttgart zusammen, was seine Kollegen zwischen Alpenrand und Waterkant sowieso alle wissen.

Kleiner Haken an der Sache, die Definition ist schwammig: Der BMW X1 ist ein SUV, wird aber nicht zu den Geländewagen gerechnet, der X3 schon.

Und nicht jedes SUV hat Allradantrieb – dafür gibt es aber auch Limousinen, Kombis und Sportwagen mit dieser Technik. Auf der lokalen Ebene werden aber alle Allradler in einen Statistiktopf geworfen.

Für viele Cabrios sind die Betriebstage begrenzt: Zwar hat der Herbst auch noch seine warmen Tage, aber viele Cabrios sind als sogenannte Saisonfahrzeuge angemeldet. Da ist ab 30. September oder 31. Oktober Winterpause und die „Oben ohne-Autos“ wandern bis zur nächsten Saison in die Garage. Wenn die Cabrios wieder von den Straßen verschwinden, beginnt so langsam die Phase, in der ein Allradantrieb besonders Sinn macht – wenn nämlich Schnee fällt und die Straßenverhältnisse wieder deutlich schwieriger werden. Allerdings auch nur mit Winterreifen. Ansonsten drehen eben vier Räder durch statt zwei.

Aber wer denkt in diesen Tagen schon an Herbst und Winter. Derzeit ist Eis höchstens ein Problem, wenn keines im Becher oder in der Waffel ist. zds