Tauberbischofsheim

Bildung „Deine Gedanken auf Papier“ hieß das Motto des Schreibwettbewerbs am Matthias-Grünewald-Gymnasium / Preisträger

Zum Teil Gänsehaut beim Lesen

„Deine Gedanken auf Papier“. So lautete das Motto des Schreibwettbewerbs am Matthias-Grünewald-Gymnasium.

Tauberbischofsheim. Zahlreiche Schüler der fünften bis zwölften Klassen sandten beim Schreibwettbewerb am Matthias-Grünewald-Gymnasium Texte ein. Eine Jury prämierte nun die besten im Rahmen einer Feierstunde.

Welche schriftstellerischen Talente am MGG schlummern, zeigte die große Vielseitigkeit der eingereichten Beiträge. Kurzgeschichten, Märchen und Gruselgeschichten befanden sich ebenso unter den Texten wie Gedichte und eine englischsprachige Arbeit. Die Jury, bestehend aus Deutsch- und Englischlehrern des Gymnasiums, Sibylle Frank von der Würzburger Werbeagentur „Heldenstreich“ sowie Johannes Benz von der Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“, hatte die Qual der Wahl.

Insgesamt elf Schüler reichten Texte ein. „Die Beiträge haben uns überrascht und Freude bereitet“, erklärte Jessica Hecht. Die Lehrerin für Deutsch und Englisch hatte den Wettbewerb organisiert. Hecht lobte die Autoren für ihren Mut mitzumachen. „Manche Texte sind sehr intim und offenbaren Privates.“ Die Jury ist ihren Angaben zufolge mit dieser Offenheit sehr behutsam umgegangen.

Den Preis für die Unterstufe erhielt Nele Deinert (7c). Ihr Gedicht mit dem Titel „Schlangen“ handelt von Freundschaft, Neid und Hass. „Der Text hat mich vom ersten Satz an gefangen“, erklärte Laudatorin Sibylle Frank. Die Qualität zeige sich an der einfachen und prägnanten Sprache und an Wiederholungen, die viel Kraft entfalten. „Beim Lesen habe ich eine Gänsehaut bekommen“, erklärte sie.

Niklas Krimmer (8c) bekam den Preis für die Mittelstufe zugesprochen. Er hatte verschiedene Rap-Gedichte eingereicht. Die beindruckten die Jury aufgrund des rauen Charmes und der Authentizität. Ein weiterer Preis ging an Samuel Quenzer. Sein Wettbewerbsbeitrag stellte das erste Kapitel eines längeren epischen Werkes dar. Der spannende Beginn machte Lust auf mehr.

Mit dem Preis für die Oberstufe wurde Emma Walter ausgezeichnet. Die Elftklässlerin hatte einen Kurzfilm als Schreibanlass genommen. Der Text mit dem Titel „Überführung“ behandelte ernste Themen wie Verlusterfahrung und Umgang mit dem Tod. Jurymitglied Franz Rode lobte die sprachliche und künstlerische Gestaltung sowie den großen Ideenreichtum. Der Autorin ist es ihm zufolge gelungen, durch die Konzentration auf das Wesentliche die genretypischen Eigenschaften einer Kurzgeschichte gut zur Geltung zu bringen.

Als Belohnung erhielten alle Preisträger eine Urkunde und von der Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“ gestiftete Buchpreise. Von einer gelungenen Fortsetzung des Schreibwettbewerbs sprach Organisatorin Jessica Hecht. Ihre Hoffnung: „Dass sich eine Tradition entwickelt für kreative Schüler, die den Umgang mit Sprache lieben.“ mgg