Tauberbischofsheim

Erste Rede im Plenum MdB Nina Warken aus Tauberbischofsheim sprach zur Entfristung des Integrationsgesetzes

Zurück am Rednerpult des Deutschen Bundestags

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Zurück am Rednerpult im Plenum des Deutschen Bundestags in Berlin: Die Tauberbischofsheimer Bundestagsabgeordnete Nina Warken (CDU) hielt am Donnerstag ihre erste Rede, nachdem sie im Dezember 2018 wieder in das Parlament eingezogen war.

Im Mittelpunkt der Debatte stand ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Entfristung des Integrationsgesetzes. Die mit diesem Gesetz vom Juli 2016 eingeführte Wohnsitzregelung für international Schutzberechtigte, der zufolge schutzberechtigte Ausländer verpflichtet sind, ihren Wohnsitz drei Jahre lang in einem bestimmten Land und gegebenenfalls an einem bestimmten Ort zu nehmen, soll entfristet werden, da sie am 6. August 2019 außer Kraft treten wird.

Ein Ansinnen, das auch die Zustimmung der 39-jährigen Rechtsanwältin aus Tauberbischofsheim, die seit Februar 2019 Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, findet: „Uns ist bewusst, dass Wohnsitzauflagen für die Betroffenen eine Beschränkung des Rechts auf Freizügigkeit darstellen. Dennoch halten wir es für geboten und gerechtfertigt, die im Integrationsgesetz getroffene Regelung beizubehalten.“

MdB Nina Warken weiter: „Wir wollen mit der Wohnsitzauflage und den damit verbundenen Maßnahmen die Integration der anerkannten Schutzberechtigten fördern und voranbringen. Denn nur, wenn die Behörden wissen, wo sich die Betroffenen aufhalten, können ihnen Angebote und Hilfestellung unterbreitet werden. Die Wohnsitzauflage dient dem Schutz und der Unterstützung der anerkannten Schutzberechtigten. Und Wohnsitzauflagen tragen gerade dazu bei, die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Integration zu verbessern. Planbarkeit der Integrationsangebote und Vermeidung von Segregation sind wichtige Ziele, die wir mit der Regelung verfolgen.“ bw