Tauberbischofsheim

Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim Abschiedsfeier für die 77 Abiturienten in der Stadthalle / Zahlreiche Preise und Belobigungen

Zwei Mal gab’s die Traumnote 1,0

Für 77 Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums Tauberbischofsheim hieß es, bei einer von den Schülern selbst gestalteten Feier von der Schule und ihren Lehrern Abschied zu nehmen.

Tauberbischofsheim. Die Festhalle war zu diesem Zweck besonders schön geschmückt und alle, die den Abiturienten wichtig waren, Eltern, Verwandte, Freunde waren gekommen, um diesen besonderen Tag gemeinsam zu feiern.

Die Abiturienten Zoe Michelbach und Moritz Bohlender führten durch das Programm, das von einer ebenfalls fast ausschließlich aus Abiturienten bestehenden Band musikalisch (Mara Baumann, Sina Paul, Marcel Haas und unterstützend Benjamin Fleischmann) begleitet wurde.

Fairplay ist wichtig

Als Erster ergriff Schulleiter Robert Dambach das Wort. Er verglich den Weg zum Abitur mit einem Fußballspiel, das die Schüler vor drei Jahren begonnen und nun siegreich zu Ende geführt hätten. Für den zukünftigen Weg der Schüler merkte Dambach an, dass in diesen drei Jahren den Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Werte vermittelt worden seien. Die Schüler sollten diese auf ihrem weiteren Lebensweg beherzigen. „Denkt immer daran, dass ein Spiel fair sein muss“, so Dambach. Wichtig sei es, dass sich alle an die Regeln und Grundwerte der Gesellschaft hielten und Verantwortung übernehmen würden.

Dabei führte Dambach den Philosophen Aristoteles als Beispiel an, dessen Glücksphilosophie besagt, dass man persönliches Glück nur erlangen könne, wenn man seinen Verstand einsetze und sich als „zoon politikum“, als gemeinschaftsfähiger und verantwortungsbewusster Mitbürger bewähre. So gehe es um die richtige Mischung aus Neugierde und Vorsicht, Individualismus und Gemeinschaftssinn, Flexibilität und Beharrungsvermögen, Humor und Ernst - „von allem ein bisschen zur richtigen Zeit und auf dem richtigen Spielfeld“.

Für die Zukunft wünschte der Schulleiter den Abiturienten gute Entscheidungen

Grußworte

Landrat Reinhart Frank, der an diesem Abend eine „Doppelfunktion“ als Vater einer Abiturientin und Vertreter des Kreises als Schulträger innehatte stellte seinen Ausführungen ein Zitat von J. F. Kennedy voran: „Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung – keine Bildung.“ Dem Kreis sei es deshalb wichtig, in seine beruflichen Schulen zu investieren, weshalb diese auch den größten Investitionsposten im Kreis einnähmen. Er hoffe natürlich auch, dass die Abiturienten dem Main-Tauber-Kreis erhalten blieben und nach Studium und Ausbildung ihren Platz in einem der Unternehmen in der Region fänden. Darüber hinaus sollten die Abiturienten nicht vergessen, dass neben den Eltern, die sie auf dem Weg zum Abitur unterstützten, auch der Staat, die Demokratie mit ihren Sicherheiten und Möglichkeiten, einen Anteil am Erfolg der Schüler habe. Diese Demokratie brauche junge Mitstreiter, die sich engagierten und auch bereit seien, zum Beispiel ehrenamtlich zu arbeiten. „Bleiben Sie neugierig, setzen Sie sich Ziele, die Welt steht Ihnen offen“, appellierte Frank an die Absolventen.

Im Anschluss daran verlas der Schulleiter die Grußworte von Prof. Dr. Wolfgang Reinhart. Daraufhin schlossen sich die Grußworte des stellvertretenden Bürgermeisters Bernd Mayer an, der ebenso wie Reinhart Frank auf die Vorzüge des Main-Tauber-Kreises hinwies. Bisher hätten Eltern, Lehrer, Freunde den Lebensweg der Abiturienten bestimmt, nun würden sie selbst entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Sie seien daher an einem Wendepunkt in ihrem Leben angelangt –ihr Leben würde sich nun von Grund auf verändern. Um diesen Umbruch zu meistern, wünschte Mayer den Abiturienten Mut und Leistungsbereitschaft. Aber auch ein gewisses Maß an Lässigkeit sei manchmal nicht schlecht, so Mayer.

Den Abschluss der Grußworte bildete die Elternbeiratsvorsitzende Doris Esser, die betonte, dass das „Hotel Mama“ nun der Vergangenheit angehöre, die Eltern aber das Vertrauen in die Abiturienten setzten, dass sie ihren weiteren Lebensweg zielstrebig und selbständig meistern.

Im Anschluss an die Grußworte verliehen Frank Knenlein von der Druckerei Knenlein sowie Norbert Prause, Leiter der Personalabteilung der Firma Lauda den Preis des Förderkreises der Wirtschaftsjunioren an Mara Baumann. Verbunden ist mit diesem Preis ein vierwöchiges Auslandspraktikum bei der Firma Lauda-Ultracool in Spanien, in der Nähe von Barcelona.

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Übergabe der Zeugnisse und der Fachpreise an die Abiturienten. Klassenweise wurden diese von den Stammkurslehrern Schlosser-Helbig, Müller, Link sowie Mader an die Schüler übergeben.

Preis und Lob

Einen Preis für sehr gute Gesamtleistungen erhielten dabei Sina Paul (1,0), Lukas Jira (1,0), Carla Kuhn (1,1), Niklas Ambach (1,3), Sebastian Kraft (1,5), Eva Sophia Rodemers (1,5), Nico Behringer (1,6), Vera Haberkorn (1,6), Lorena Michel (1,6), Selina Haas (1,6), Valentina Vogt (1,7), Eric Seitz (1,7) sowie Carlotta Wenz (1,7).

Darüber hinaus erhielten folgende Schüler eine Belobigung: Isabel Schneider (1,8), Mara Löffler (1,8), Anna-Lena Seidemann (1,8), Mara Baumann (1,9), Saskia Firmbach (1,9), Philipp Schmitt (1,9), Marlen Baumann (1,9), Svea Uihlein (1,9), Pauline Hamann (1,9), Liam Greißing (1,9), Paul Konrad (2,0), Sebastian Scherer (2,0), Marcel Haas (2,0) sowie Noah Schiewe (2,0).

Zudem wurden Fachpreise an Schüler vergeben, die in den einzelnen Fächern eine besonders gute Leistung erzielt haben (siehe Kasten).

Mit der Rede der Scheffelpreisträgerin, Pauline Hamann, endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Pauline Hamann ging auf die Bedeutung von Freundschaft ein. Sie hob hervor, dass Freundschaften, gefördert auch durch das gute Schulklima am Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim, dazu beitrugen, die Schüler auf dem Weg zum Abitur zu stärken. „Leistung ist wichtig, aber nicht das Wichtigste“, so endete Pauline Hamann ihre Rede, denn in ein paar Jahren werde man nicht mehr an das Abitur und die Anstrengungen auf dem Weg dorthin denken, vielmehr werde man sich daran erinnern, welche Freunde man in der gemeinsamen Schulzeit gewonnen habe.

Fachpreisträger

Für besondere Leistungen in einem Abiturfach wurden Fachpreise an folgende Schüler verliehen:

Deutsch-, Scheffelpreis: Pauline Hamann; Wirtschaft und Südwestmetall: Lukas Jira und Eva Rodemers; Englisch: Lukas Jira, Spanisch: Lara Gärtner; Mathematik: Carla Kuhn; Geschichte mit Gemeinschaftskunde: Isabel Schneider; katholische Religionslehre: Lorena Michel; evangelische Religionslehre: Carlotta Wenz; Ethik: Sina Paul; Biologie: Carla Kuhn; Chemie: Lukas Jira; Physik: Sebastian Kraft; Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: Lorena Michel, Sebastian Kraft und Nico Behringer; Informatik: Niklas Ambach, Wirtschaftsinformatik: Carla Kuhn; Wirtschaftsgeographie: Sina Paul; Literatur: Theresa Hübner; Psychologie: Pauline Hamann; Privates Vermögensmanagement: Niklas Ambach und Lukas Jira; Finanzwissenschaftliche Studien: Niklas Ambach und Lukas Jira; Sport (weiblich): Theresa Frank; Sport (männlich): Felix Karle und Sebastian Kraft wgtbb