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Würzburger Posthalle „Jinjer“ heizte mächtig ein

Der Schweiß floss in Strömen

Archivartikel

Es ist unfassbar, was diese zierliche Frau auf der Bühne darbietet. Eben noch ein engelsgleicher Klargesang, hallt im nächsten Moment ein Shout, den man eher aus der Kehle eines Mannes erwarten würde, durch die Würzburger Halle. Tatiana Shmaylyuk, die Frontfrau der Metalcore-Band „Jinjer“, zieht an diesem Abend in der Posthalle das begeisterte Publikum im Nu in ihren Bann. Unglaublich mit welcher Energie sie über die Bühne fegt, ohne auch nur im geringsten außer Puste zu geraten.

Das bereits von dem aus Irland stammenden Support Act „Dead Label“ aufgeheizte Publikum ist im Metalhimmel angekommen. Egal, ob lange Haare oder schicke Kurzhaarfrisur, es wird „geheadbangt“, was das Zeug hält.

Und natürlich darf auch der Pogo an einem solchen Abend nicht fehlen. Was bei dem Auftritt von „Dead Label“ begann, findet bei „Jinjer“ seine Fortsetzung. Begeistert stürzen sich die Fans in den vor der Bühne gebildeten Moshpit, eine kreisförmige Tanzfläche, und lassen sich beim Pogotanzen stolz den ein oder anderen blauen Fleck verpassen.

Der Schweiß fließt an diesem Abend in Strömen. Sowohl vor als auch auf der Bühne. Doch die Gruppe „Jinjer“ kennt kein Erbarmen. Über eine Stunde hält die Band das Publikum auf Trab. Bis zum letzten Ton, der an diesem Abend ihre Kehle verlässt, hört man Frontfrau Tatiana die Schwerstarbeit nicht an.

Kein Wunder, dass die Metalcore-Band mit ihrem extrem eingängigen Mix aus Djent, Metalcore, Progressive Metal und Pop seit kurzem durch die Decke geht.

Nach Auftritten bei großen Festivals, wie unter anderem dem Wacken Open Air Festival, starten die vier Ukrainer im November ihre große „Europe 2019 Tour“.

Man darf gespannt sein, wie es mit dieser Band weitergeht. Dem großen Erfolg scheint jedenfalls nichts mehr im Wege zu stehen.

Und auch wenn das Konzert in Würzburg in eher kleinem Rahmen stattfand, so gaben „Jinjer“ doch alles.

Nach einer eingeforderten Zugabe ließen die Musiker die Fans verschwitzt, aber glücklich in der Posthalle zurück.