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Konzert „Grossstadtgeflüster“ reißt beim Auftritt in Wiesbaden das Publikum vom ersten Ton an mit

Die Endorphine blubbern

Archivartikel

Diese Band sorgt für 1000 Tonnen Glück. Es war ein wirklich rauschendes Fest, das da im Rahmen des W-Festivals im Schlachthof Wiesbaden geboten wurde.

„W steht für Woman, und ich bin eine Woman“, kokettiert Jen Benders gleich zu Beginn des Konzerts, um dann mit voller Power in den Abend zu starten. Die Sängerin und Frontfrau der Berliner Band „Grossstadtgeflüster“ reißt von der ersten Minute an alle mit.

Auf ihren „Triple-Flick-Flack-Rittberger“ müssen die Fans dieses Mal jedoch verzichten. Kurzerhand lässt Jen die Hosen runter und präsentiert eine Orthese an ihrem Bein. Sie musste ihrem Arzt versprechen, sich zu schonen. Doch wer Jen Benders kennt, der weiß, dass sie trotz aller Ermahnung nicht stillstehen wird. Gut zwei Stunden fegt sie in gewohnter Manier über die Bühne.

Die Setlist des Abends lässt auch mal wieder keine Wünsche offen. Neben ein paar nagelneuen, noch unveröffentlichten Songs sind es aber natürlich vor allem die Gassenhauer der Band, die das Publikum vollkommen aus dem Häuschen bringen. „1000 Tonnen Glück“, „Ich boykottiere dich“ oder „Fickt-Euch-Allee“ und viele weitere werden von wirklich jedem im Publikum mitgegrölt.

Beim Song „Konfetti und Yeah“ wirft die Security riesige Luftballons ins Publikum, und so wird aus einem Ohrenschmaus auch gleich noch ein Erlebnis für die dem Spieltrieb erlegenen Konzertbesucher.

Auch Konfettiregen, Luftschlangen und die ins Publikum geworfenen Knicklichter tragen an diesem Abend zu einer gelungenen Party-Atmosphäre bei. Schon nach wenigen Minuten steht keiner in der Halle mehr still.

Partystimmung

Und natürlich teilt Jen Benders auch bei diesem Konzert wieder ihren Wodka mit den Fans. Durch ihre Orthese eingeschränkt, überlässt sie den Ausschank im Schlachthof allerdings den Security-Mitarbeitern, die die Becher dann ans Publikum weiterreichen.

Auch wenn er reichlich fließt, braucht es zum Abfeiern mit „Grossstadtgeflüster“ nicht zwingend Alkohol. Die Musik dieser Band und die Partystimmung auf ihren Konzerten bringen bei jedem im Publikum die Endorphine zum Blubbern.

Nach gut zwei Stunden inklusive Zugabe haben Jen, Raphael und Chriz von „Grossstadtgeflüster“ einmal mehr gezeigt, wie man Menschen glücklich macht.

Dass das Trio trotz seines Erfolgs immer auf dem Boden geblieben ist, zeigt sich auch an diesem Abend in Wiesbaden. Wie selbstverständlich trifft man sich da am Merchandise Stand mit seinen Fans zum Quatschen, Autogramme geben und Fotografieren.

Es war eine wirklich energiegeladene und tolle Veranstaltung, und wer das Glück sucht, der sollte es mal auf einem Konzert von „Grossstadtgeflüster“ versuchen. Anke Vogel