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Konzert Die österreichische Band „Bilderbuch“ rockte in der Würzburger Posthalle

Ein Tour-Start wie im Bilderbuch

Archivartikel

Sie gelten derzeit als die erfolgreichsten Botschafter österreichischer Popmusik und die innovativste deutschsprachige Band, die vier Jungs von „Bilderbuch“. Bereits Anfang des Jahres 2005 gegründet, gelang der Band im Jahr 2013 mit der Single „Maschin“ der Durchbruch, und machte sie auch über die Grenzen Österreichs hinweg bekannt.

Mittlerweile füllt „Bilderbuch“ auch größere Konzerthallen und wird im Mai sogar zwei Konzerte vor jeweils 15 000 Menschen im renommierten Schloss Schönbrunn in Wien spielen.

„Bilderbuch“ zeichnet sich durch eine ganz eigene Popästhetik aus. Ihre selbstbewussten Dada-Texte werden begleitet von durch schräge Brüche konterkarierten, eingängigen Melodien.

Eine nicht immer einfache Mischung, aber genau das, was die Fans der vier Oberösterreicher so lieben.

Den Auftakt zu ihrer neuen Tour gab „Bilderbuch“ nun am Samstagabend in Würzburg. Gut 2000 gutgelaunte Fans fanden den Weg in die Posthalle, wo ein ausgefallenes Bühnenbild und ein Regen aus roten Papierherzen auf sie warteten.

Nachdem „Bilderbuch“ innerhalb von zwei Monaten die beiden Alben „Mea Culpa“ (Dezember 2018) und „Vernissage My Heart“ (Februar 2019) herausgebracht hat, wurden natürlich viele neue Songs gespielt. Aber auch ältere Ohrwürmer wie „Maschin“ oder „Baba“ durften natürlich nicht fehlen.

Bei den Fans kam alles gut an, und so wurde mitgesungen und getanzt. Leadsänger Maurice Ernst schwang gekonnt die Hüften, und versetzte besonders die weiblichen Fans wieder einmal in Verzückung. Nach seinem Bad in der Menge musste erst einmal ein Bühnentechniker ans Werk, um den etwas derangierten Künstler wieder mit einem Mikro zu versorgen. Es flogen Rosen und auch ein Schuh auf die Bühne, die der Sänger gekonnt in seinen Auftritt integrierte, um sie danach wieder ins Publikum zu werfen, und seinen rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben.

Vielleicht hilft Maurice Ernst sein abgeschlossenes Psychologiestudium dabei, die Menschen so zu begeistern; vielleicht ist es aber auch einfach die fließende Grenze zwischen Inszenierung und Authentizität, die den immer größer werdenden Erfolg von „Bilderbuch“ ermöglicht. Sicher ist, dass der kleine, aber feine Tourstart in Würzburg absolut gelungen ist, und ganz bestimmt auch als gutes Omen für eine erfolgreiche Tour gilt.