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Hafensommer Das Moka Efti Orchestra sorgte für viele Gänsehautmomente

Im Rausch der Goldenen Zwanziger

Archivartikel

Wer die Fernsehserie „Babylon Berlin“ gesehen hat, für den ist auch das Moka Efti Orchestra kein unbekanntes. Bei dem 14-köpfigen Ensemble handelt es sich um das Orchester aus der beliebten, in den Zwanzigerjahren in Berlin spielenden Serie. Nun durften sich die Besucher des Würzburger Hafensommers in die „Goldenen Zwanziger“ zurückversetzen lassen und genossen einen musikalischen Abend auf höchstem Niveau.

Die Freitreppe ist innerhalb kürzester Zeit bis auf den letzten Platz gefüllt, Karten gibt es keine mehr, die Show ist bereits seit längerem ausverkauft.

Das ist kein Wunder, denn kaum auf der Bühne, reißt die energiegeladene Truppe die Zuschauer mit. Dass diese Musiker Spaß an ihrer Sache haben, daran zweifelt in diesem Moment keiner mehr.

Nikko Weidemann, der zusammen mit Mario Kamien die Musik für „Babylon Berlin“ komponierte, führt durch den Abend. In kurzen Ausführungen ruft er Filmsequenzen in das Gedächtnis der Zuschauer zurück, bevor er dann zusammen mit seinen Bandkollegen die Musik daraus zum Besten gibt.

Ein absolutes Highlight des Abends ist der Gastauftritt von Severija Januauskait, alias Severija. Die litauische Theater- und Filmschauspielerin wurde hierzulande durch die Rolle der Sängerin Swetlana Sorokina in „Babylon Berlin“ bekannt.

Ganz still wird es im Publikum, als Severija das Lied „Vaskresenje“, die russische Version von „Gloomy Sunday“ darbietet. Ein Gänsehautmoment.

Severija verlässt sodann die Bühne und lässt wohl so manchen im Publikum in einer gewissen Erwartungshaltung zurück. Fehlt doch noch das Lied, welches wohl jeder im Publikum am meisten mit der Serie „Babylon Berlin“ assoziiert: „Zu Asche, zu Staub“.

Kurz vor Ende des Konzerts ist es dann endlich soweit. Es reichen schon wenige gespielte Noten, um das begeisterte Publikum von den Plätzen zu reißen. Severija betritt die Bühne und singt „Zu Asche, zu Staub“, jenen hypnotischen Song, der die Zwanziger Jahre heraufbeschwört, aber ebenso gut den Nerv unserer Zeit trifft.

Dieser Ohrwurm stürmte die Charts und nimmt den Hörer mit in eine längst vergangene, glamouröse Zeit.

Gut eineinhalb Stunden dauert die Zeitreise mit dem Moka Efti Orchestra beim Würzburger Hafensommer, bevor die Menschen zufrieden nach Hause gehen.

Glücklicherweise entwickelte sich dank der Serie „Babylon Berlin“ ein solcher Hype um die Band. Was als einmaliges Projekt für die Serie begann, geht weiter und wird sicherlich noch viele weitere Menschen begeistern. Anke Vogel