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Interview Heli Reißenweber kommt mit seiner Band „Stahlzeit“ in die s. Oliver Arena nach Würzburg

Leidenschaft und Spaß

Archivartikel

„Stahlzeit“ bietet die europaweit meistgebuchte „Rammstein“-Tribute-Show. Am 23. Februar treten sie in der s. Oliver Arena in Würzburg auf. Sänger Heli Reißenweber spricht im Interview unter anderem über die Entwicklung von „Rammstein“ im Laufe der Jahre.

Herr Reißenweber, Ihre Show ist die europaweit meist gebuchte „Rammstein“-Tribute-Show. Weshalb, glauben Sie, ist das so? Weil Sie dem Original, der Band die musikalisch wie keine andere für die „Neue deutsche Härte“ steht, am nächsten kommen?

Heli Reißenweber: Wir können es oft selbst nicht fassen, wie sich alles entwickelt hat und was da so abgeht. Was uns wirklich von anderen Tribute-Bands unterscheidet, sollte eigentlich das Publikum entscheiden. Wir wissen nur, dass wir alles mit voller Leidenschaft und Spaß tun.

Sie sagen, Sie lassen auf der Bühne auch Ihre eigene „Personality“ einfließen. Woran erkennt man die?

Reißenweber: Einfach daran, dass wir nicht alles eins zu eins umsetzen, was „Rammstein“ vorgibt. Nicht jede Bewegung oder Mimik gleicht der von „Rammstein“. Das ist einfach oft unser eigenes Ding, ohne dass es den „Rammstein“-Charakter verliert.

Was ist das Faszinierende an „Rammstein“? Und hat sich die Band im Laufe der Zeit verändert/entwickelt, wodurch Sie sich anpassen mussten?

Reißenweber: Das komplette Paket. „Rammstein“ polarisiert mehr als irgendeine Band zuvor. „Rammstein“ hat sich in den letzten Jahren stark musikalisch verändert. Sind erwachsener und musikalischer geworden. Wir sind schon sehr gespannt, was mit dem neuem Album auf uns zu kommt.

In einem Interview haben Sie davon gesprochen, dass Sie und Ihre Band auf der Bühne ein „Rocktheater“ bieten. Wollen Sie, wie im Theater, eine Geschichte erzählen beziehungsweise den Leuten eine Botschaft mit auf den Weg geben? Oder ist es eine reine Unterhaltungsshow?

Reißenweber: Es ist eine sehr große und aufwändige Unterhaltungsshow, bei der durchaus auch Geschichten erzählt werden. Ich sage nur „Mein Teil“ oder „Ich tu dir weh“.

Ich habe gelesen, dass die Band „Depeche Mode“ großartig findet. Auf den ersten Blick scheint das eine völlig andere Musikrichtung zu sein. Was konkret gefällt Ihnen daran? Und mit welchen anderen Künstlern können Sie etwas anfangen?

Reißenweber: Ich persönlich bin nicht der große Depeche Mode-Fan. Bei mir gibt es wahnsinnig viele andere Bands oder Genres, für die ich mich begeistern kann. Von Blues bis Metal.

Von Joe Bonamassa bis „Five Finger Death Punch“.

Wie sieht es mit Ihrem Parallel-Bandprojekt „Maerzfeld“ aus? Und was unterscheidet „Maerzfeld“ von „Stahlzeit“?

Reißenweber: Wir machen mit „Maerzfeld“ schon andere Musik.

Zwar auch deutschsprachig, aber auch melodischer. Ich muss oder darf etwas mehr singen (schmunzelt).

Die Besetzung ist auch nicht die gleiche. Bei „Maerzfeld“ sind außer mir nur unsere Stahlzeitgitarristen Mike und Matze dabei.

Mehrere Trucks und Nightliner rollen mit Ihrer Band durchs Land. Wurde das im Laufe der Jahre immer mehr?

Reißenweber: Wenn ich zurückdenke, wie alles begann, ist es unfassbar, was für ein Aufwand jetzt betrieben wird.

Vor 13 Jahren waren wir noch mit einem Neunsitzer und einem kleinen Kastenwagen unterwegs.

Jetzt sind es bei der großen Show zwei Nightliner, zwei 40-Tonner Sattelauflieger und ein 18-Tonner. Verrückt. ella