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Konzert „Hang Massive“ gastierten in der Würzburger Posthalle

Neue, sphärische Klangwelten

Wie drei zu klein geratene Ufos stehen sie auf der Bühne, die fünf Hanghang (Singular: Hang) des britisch-schwedischen Dous „Hang Massive“, bestehend aus den Musikern Danny Cudd und Markus Johansson. Und auch die Klänge, die die beiden Künstler an diesem Abend in der Posthalle den Instrumenten entlocken, hören sich an, als stammten sie aus anderen Sphären.

Kaum zu glauben, welch warmer und weicher Klang mit diesem Instrument aus Stahlblech erzeugt werden kann. Obwohl sie erst im Jahr 2000 in der Schweiz erfunden wurde, erfreut sich die Hang gerade im Bereich Meditation, Entspannung und Yoga immer größerer Beliebtheit.

Hang Massive veröffentlichten ihr erstes Hang-Musikvideo online im Jahr 2011, welches sich viral verbreitete und mehr als 60 Millionen Mal angeschaut wurde. Seither experimentieren die beiden Musiker kontinuierlich mit diesem erstaunlichen Instrument, und haben ihren ganz eigenen einmaligen und kraftvollen Musikstil entwickelt.

Hang Massive befinden sich derzeit auf Welt Tournee, auf der sie ihr neuestes, im Herbst 2018 veröffentlichtes Album „Luminous Emptiness“ vorstellen. Nun machten sie Station in der Würzburger Posthalle und begeisterten mit ihrer Kunst ein kleines, aber feines Publikum.

Die Atmosphäre ist beinahe familiär an diesem Abend unter den rund 150 Zuschauern. Ein Großteil des Publikums lauscht auf dem Boden sitzend den entspannenden Klängen der Hanghang.

Da die Band ihre Live-Shows immer weiter verfeinert, erleben die Fans erstmalig erstaunliche visuelle Elemente. Auf einer großen Leinwand im Hintergrund ergänzen wundervoll darauf abgestimmte, psychedelisch anmutende Bilder den reichen Sound der Hanghang.

Nur durch kurze Ansagen unterbrechen „Hang Massive“ an diesem Abend den Flow in der Posthalle. Als Danny Cudd das Publikum zum Mittanzen auffordert, wird aus dem gemütlichen, meditativen Sit in ein allgemeiner Freudentanz. Innerhalb kürzester Zeit reißt die Begeisterung alle mit und es steht niemand mehr still.

Wer die heilsame Wirkung von Musik erleben will, der kann das an diesem Abend in der Posthalle tun. Es scheint, als hätte man die Probleme des Alltags vor der Tür gelassen. Im Zusammenspiel mit den Bildern auf der Leinwand und dem Dauerlächeln der beiden Künstler entspannt sich auch die letzte Faser des Körpers.

In einer Zeit des rapiden Wandels und der unbegrenzten Wissensbildung gelingt es „Hang Massive“ mit ihrer Musik die Menschen aus dem engen Korsett der modernen Welt heraus zu holen. Kein Wunder also, dass sich der Besuch dieses Konzertes wie ein kleiner entspannender Selbstfindungstrip anfühlt und alle Zuschauer die Posthalle mit einem breiten Lächeln im Gesicht verlassen. Anke Vogel