Walldürn

Wildgehege im Marsbachtal Neuer Weg verbessert Zugang zum Wildschweingehege / Biotopteich saniert

150 Kubikmeter Schlamm ausgebaggert

Archivartikel

Walldürn.Nach umfassenden Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten zeigt sich das ökologische Beobachtungsgehege im Marsbachtal besucherfreundlicher denn je und in neuem Glanz. Im Sommer wurde ein neuer Verbindungsweg zum Wildschweingehege geschaffen. Dieser ermöglicht es zukünftig auch Besuchern mit Kinderwagen oder Rollatoren, vom Talweg („Radweg“) auf kürzerem Wege als bisher zu den Gehegen zu gelangen.

Zudem wurde in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Neckartal-Odenwald der Biotopteich generalsaniert. Das 300 Quadratmeter große Stillgewässer aus den 1980er Jahren hatte sich in mehr als 30 Jahren reichlich mit Schlamm gefüllt. Fortsrevierleiter Stefan Michel erläutert: „Der Schlamm hat das Wasservolumen um rund ein Drittel verringert. Das hat den Lebensraum für Tiere verkleinert und obendrein für Sauerstoffknappheit während heißer Sommermonate gesorgt. Der Teich drohte, ökologisch umzukippen.“

Das THW Stuttgart hatte im Rahmen eines Übungswochenendes den Teich im Frühsommer leer gepumpt. Dabei wurde die Fisch- und Muschelfauna entnommen und umgesiedelt. Später wurden rund 150 Kubikmeter Schlamm abgebaggert und von Bauern der Region als Humusdünger auf ihren Feldern ausgebracht. Zudem wurde ein Grundablass eingebaut, der die Pflege des Teichs in den kommenden Jahrzehnten erleichtern wird.

Derzeit befüllen zwei Quellen im Marsbachtal den Weiher wieder. „Mit flachen Rändern und bis zu 150 Zentimeter frostfreier Tiefe, hoffen wir jetzt auf die Ansiedlung von wieder mehr Amphibien im Teich, zum Beispiel von Molchen“, so Michel. „Deswegen verzichten wir bewusst auf den aktiven Wiederbesatz mit Fischen. Wir bitten auch die Bevölkerung dringend, keine Fische einzubringen. Die zum Teil erhalten gebliebenen Wasserpflanzen, wie Teichrosen und Schwertlilien, werden das Stillgewässer nach und nach zurückerobern und die Besucher des ökologischen Beobachtungsgeheges mit ihren Blüten erfreuen.“ hape