Walldürn

Besonderer Projekttag „Instant Acts“ richtet sich gegen Gewalt und Rassismus

Aktiver Unterricht im Miteinander

Walldürn.Einen besonderen Projekttag erlebten 150 Schüler der 9. und 10. Klassen der Konrad-von-Dürn-Realschule und der 10. Klasse der Auerberg-Werkrealschule: Schule mal ganz anders – nicht frontal und verbal, sondern aktiv im Miteinander!

Der Förderverein der Konrad-von-Dürn-Realschule Walldürn führte an diesem Tag in Kooperation mit dem Förderverein des „Rippberger Kindergartens“ und den beiden Schulen am Auerberg sowie mit Unterstützung der Jugendhilfe des Neckar-Odenwald-Kreises und dem Verein Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis als Sponsoren das Jugendprojekt „Instant Acts gegen Gewalt und Rassismus“ durch. Es handelt sich um ein internationales Theaterprojekt, das derzeit im 25. Jahr seines Bestehens auf Tournee in Theatern, Schulen, Jugendzentren, Kirchen und Jugendgefängnissen unterwegs ist, und das die Teilnehmer für die Themen „Rassismus und Gewalt“ sensibilisieren soll. Und zwar durch diesen Aktionstag mit der Gruppe „Instant Acts“ und deren multikulturellem und künstlerischem Spektakel „Instant Acts gegen Gewalt und Rassismus“.

Ziel des Projekts war es wieder, wie schon bei den Projekttagen 2012, 2014 und 2016, keine Ängste zu schüren, sondern Neugierde zu wecken. Mit einem Workshop dieser internationalen Künstler aus Alge-rien, Armenien, Brasilien, Burkina Faso, China, Frankreich, Indien, Italien, Polen und Tschechien sollten die Schüler die unmittelbare Begegnung mit dem Fremden über eine künstlerische Auseinandersetzung als Kommunikationsmittel erfahren sowie fremde Kulturen kennenlernen. Und hierbei lernen, auf diese Weise Vorurteile abzubauen sowie Achtung und Akzeptanz gegenüber Menschen ausländischer Herkunft und ethnischer Minderheiten zu erfahren. Darüber hinaus sollten die teilnehmenden Jugendlichen lernen, dass man sich gegen Gewalt und Unterdrückung wehren und schützen kann.

Schließlich sollten und wollten mit diesem Projekt Entscheidungsfreude, Disziplin, Motivation und Überwindung von Ängsten gefördert werden. Schlüssel hierzu war die Methode des ganzheitlichen Erfahrens und Lernens, und zwar nicht über die theoretische Auseinandersetzung, sondern über das aktive Mitmachen.

Nach der Begrüßung durch die Schulleiter der Konrad-von-Dürn-Realschule, Rektor Patrick Schmid, sowie der Auerberg-Werkrealschule, Rektor Wolfgang Kögel, begann der Projekttag zunächst mit einer „Fünf-Minuten-Performance“ der am Dienstagvormittag angebotenen Workshops. Die Jugendlichen konnten sich dann für einen Workshop entscheiden.

Danach trafen sich alle Teilnehmer zur Präsentation der Workshopergebnisse in der Nibelungenhalle, die sie füreinander in einer improvisierten Aufführung zeigten. Alle Darbietungen fanden den begeisterten Beifall aller Zuschauer. Sie alle ließen Energie, Spielfreude, ein kommunikatives Miteinander und ein gegenseitiges Verstehen ohne Worte erkennen und machten so jede dargebotene Präsentation zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art.

Im letzten Projektteil am frühen Dienstagnachmittag boten die 13 mitwirkenden internationalen Künstler den Schülern eine rund 80-minütige Show der Extra-Klasse, in deren Verlauf sie eine temporeiche Szenencollage zum Thema „Gewalt und Rassismus“ darstellten. ds