Walldürn

Jubiläum Die kirchliche Sozialstation mit Seniorentagespflege Hardheim-Höpfingen-Walldürn feierte am Wochenende ihr 40-jähriges Bestehen

„Alles aus einer Hand vertraut versorgt“

Archivartikel

Interessante Einblicke wurden Jung und Alt anlässlich des Jubiläums der kirchlichen Sozialstation mit Seniorentagespflege Hardheim-Höpfingen-Walldürn geboten.

Walldürn. Mit einem bunten Programm feierte am Samstag die am 22. September 1978 gegründete Kirchliche Sozialstation mit Seniorentagespflege Hardheim-Höpfingen-Walldürn im „Haus der offenen Tür“ ihr 40-jähriges Bestehen.

Am Nachmittag bestand die Möglichkeit zur Besichtigung der Räume der Seniorentagespflege. Zudem gab es Informationen und praktische Tipps zu Sturzprävention, Klangtherapie sowie den Ausbildungsgängen in der Altenpflege. Des Weiteren erfolgte die Vorstellung des neuen Menue-Service der Kirchlichen Sozialstation. „apetito“ ist seit Jahresbeginn für die Zubereitung der Mahlzeiten verantwortlich.

Im Mittelpunkt des Festprogramms stand aber die gesellige Begegnung im großen Saal des „Hauses der offenen Tür“ – musikalisch umrahmt von Johann Müller aus Hettingen und Ursula Damm aus Donebach.

Der Vorsitzende der Kirchliche Sozialstation übernahm die Begrüßung der Gäste, darunter der Minister für den Ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Peter Hauk, MdB Alois Gerig, Landrat Dr. Achim Brötel und Bürgermeister Volker Rohm (Hardheim) sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied Walter Gramlich. Anschließend hielt Pflegedienstleiterin Martina Weimann einen kleinen Rückblick auf das segensreiche Wirken der Kirchlichen Sozialstation mit Seniorentagespflege Hardheim-Höpfingen-Walldürn.

85 Mitarbeiter

Diese Einrichtung erfülle unter dem Motto „Alles aus einer Hand vertraut versorgt“ seit 40 Jahren ihren caritativen und sozialen Dienst, wobei sich seit 1978 viel verändert habe. Waren es zu Beginn sieben Ordensschwestern mit Schwester Walburga als erste Pflegedienstleiterin, so sind es heute 85 Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen, wobei der Hauptteil im ambulanten pflegerischen und medizinischen Bereich arbeitet. Kam man früher mit drei Fahrzeugen aus, so sind es heute 34.

Als sie 1990 ihren Dienst mit der Teamleiterin in der Tagespflege, Gabi Horn, sowie mit Erika Kappes als erste Verwaltungsmitarbeiterin begonnen habe, sei man noch im ehemaligen Stalf-Haus in der Walldürner Hauptstraße untergebracht gewesen – in einer Zwei-Zimmer-Wohnung, in der das Besprechungszimmer und das Büro in einem Raum untergebracht waren und es ein separates Büro für die Pflegedienstleitung noch nicht gegeben habe. Im April 1992 habe sie dann die Nachfolge von Schwester Walburga als Pflegedienstleiterin angetreten, zusammen mit Schwester Martinella als stellvertretende Pflegedienstleiterin, die dann 2002 von Heidi Sack abgelöst worden sei.

Mit Beginn der Pflegeversicherung seien dann die Dienstleistungen stetig erweitert worden, so dass die Räumlichkeiten zu klein wurden und man Anfang 1996 in den Bettendorfring umzog, wo für die damals 15 Mitarbeiter ausreichende Räume zur Verfügung gestanden hätten.

1999 habe man dann die Senioren-Tagespflege als einzige im näheren Umkreis ins Leben gerufen, die zunächst im ehemaligen Kaufhaus Kieser in Hardheim untergebracht gewesen sei.

Durch die Vielfalt der Aufgabengebiete, die stetig wachsende Mitarbeiterzahl sowie durch die knapp gewordenen Räume in der Tagespflege sei ein weiterer Umzug von Nöten gewesen. So habe man im April 2010 in das Areal „Haus der offenen Tür“ in Walldürn einziehen können. Dort fühle man sich zwischenzeitlich sehr wohl. Da alle Arbeitsbereiche unter einem Dach vereint seien, könne eine ganzheitliche Versorgung zu 100 Prozent gewährleistet werden.

Dem Rückblick von Pflegedienstleiterin Martina Weimann schlossen sich Grußworte von MdB Alois Gerig, Minister Peter Hauk sowie Landrat Dr. Achim Brötel an, die dem Jubiläumsverein zum 40-jährigen Bestehen gratulierten und das segensreiche Schaffen und Wirken der Einrichtung würdigten.

Nach dem „offiziellen“ Teil saß man in fröhlicher Runde beisammen und feierte gemeinsam und ungezwungen das stolze Jubiläum. ds