Walldürn

Ankunft der Kölner Wallfahrer Insgesamt 415 Teilnehmer waren dabei / Begrüßung am Stadteingang und in der Basilika

„Als Großfamilie auf dem Pilgerweg“

Archivartikel

Die 370. Kölner Fußwallfahrt führte über 262 Kilometer von Porz-Urbach zur Gnadenstätte nach Walldürn an den Heilig-Blut-Altar. Insgesamt 415 Teilnehmer nahmen an dieser Fußwallfahrt teil.

Walldürn. Begrüßt wurden die Pilger in Höhe des Walldürner Friedhofes von Weihbischof Rolf Steinhäuser, vom Walldürner Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula, OFM Conv., seinen geistlichen Mitbrüdern von den Franziskaner-Minoriten, Bürgermeister Markus Günther sowie vielen Walldürner Bürgern und den Kölner Buswallfahrern.

Von Teilnehmerzahl beeindruckt

Der Stadtpfarrer war tief beeindruckt über die große Teilnehmerzahl von Pilgern, die diesen langen und beschwerlichen Fußmarsch über vier Landesgrenzen hinweg angetreten hatten, um durch diese Fußwallfahrt sehr nachhaltig ihre tiefe innere Einstellung zum christlichen Glauben und zur katholischen Kirche zu dokumentierten. Mit dabei waren 40 Pilger aus Walldürn und Umgebung, die diese Wallfahrt teilweise ganz, teilweise tageweise mitgegangen waren. Er wisse, dass der Weg von Köln hierher in der vergangenen Woche oft recht beschwerlich war. „Ich hoffe, dass sie auf dieser Wallfahrt viel Positives erlebt haben und den Alltagsstress für einige Zeit vergessen oder wenigstens ausblenden konnten.

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die uns aus unserem Alltag holen und uns zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen“, sagte der Stadtpfarrer. Im Rückblick auf diese Wallfahrt werde bestimmt das Positive, das gute Miteinander, die tiefen Gespräche, das intensive Gebet, die Begeg-nungen mit den Gastgebern an den Tageszielen oder vielleicht auch nur die intensiven stillen Phasen in Erinnerung bleiben.

„Schöpfen Sie Kraft aus all dem in diesen sieben Tagen Erlebten und Erfahrenen, Kraft für den Alltag, für sich selbst und für die Familie, sowie für ihr weiteres Leben. Nehmen Sie die Euphorie dieser Wallfahrt mit hinaus in den Alltag und geben sie sie auch weiter an ihre Mitmenschen!“

Weihbischof Rolf Steinhäuser (Köln) zollte allen Wallfahrern Anerkennung und Hochachtung angesichts der großartigen Leistung mit 300 Kilometern beschwerlichen Fußweges.

Harmonische Fußprozession

Brudermeister Stefan Beßlich sagte, von den Witterungsverhältnissen her gesehen sei es eine recht anstrengende, aber dennoch ungewöhnlich schöne und harmonische Fußprozession gewesen, die von allen Teilnehmern wieder viel an körperlichen Strapazen abverlangt hätte. Als kleines Motivationspräsent, im nächsten Jahr doch selbst einmal an der Kölner Fußwallfahrt nach Walldürn teilzunehmen, überreichte er dem Weihbischof unter dem großen Beifall aller Wallfahrtsteilnehmer ein Paar „Pilger-Wanderschuhe“.

Sieben Tage lang sei man als Großfamilie mit vielen Freunden auf einem gemeinsamen Pilgerweg gewesen sei, habe sieben völlig unterschiedliche Landschaften kennengelernt, gemeinsam Rosenkränze gebetet und Stunden der völligen Stille erlebt hätte. Dank sagte er allen, die die Wallfahrt unterstützt haben.

Alle Teilnehmer hätten diese Wallfahrt der Gebete, des Singens, der Stille, der Fröhlichkeit, der Harmonie, der Gemeinschaft und der Bekanntschaft als persönliche Stärkung am Glauben sowie am Christ- und Kirchensein empfunden und hierbei ganz bewusst auch ein inniges und herzliches Zusammengehö-rigkeitsgefühl mit ihren Mitpilgern erlebt.

Die Fußwallfahrt sei besonders geprägt gewesen von einer guter Harmonie, von einer hervorragenden und beispielhaften Disziplin, von einer tiefen Religiosität und Frömmigkeit und von einer steten Fröhlichkeit.

Sehr feierlich mutete vor diesen Ansprachen wie in jedem Jahr der unter Glockengeläut und zu den Klängen der Odenwälder Trachtenkapelle Walldürn erfolgte Einzug in die Wallfahrtsbasilika an, wobei man gemeinsam das „Großer Gott, wir loben dich“ anstimmte, während Kreuz und Fahnen, die Patres sowie der Präses mit den übrigen Geistlichen zum Blutaltar zogen und von Brudermeister Stefan Beßlich dann die Pilgergebete gesprochen wurden, ehe man dann zum Hochaltar zog. Ihren Abschluss fand die Begrüßung mit dem „Irischen Segensgruß“. Am Dienstagvormittag fand für die Pilger der Kölner Fußwallfahrt ein Pontifikalamt mit Weihbischof Rolf Steinhäuser (Köln) statt (siehe weiterere Bericht). ds

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.fnweb.de in einer Galerie.