Walldürn

Wohnmobilkonvoi "Weltrekordburger" für alle ehrenamtlichen Helfer der Veranstaltung

"An einem Strang gezogen"

Walldürn."Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit", wird der Schweizer Theologe Karl Barth zitiert. Erfreut und dankbar zeigten sich am Freitag Dieter und Gisela Goldschmitt: dankbar gegenüber den Helfern beim Weltrekordversuch des längsten Wohnmobil-Konvois vom August, erfreut über die Vorstellung von Maria Dhonau als Schirmherrin der Wiederholung des Vorhabens im September 2018.

"Wir haben nicht nur den Weltrekord errungen, sondern auch einen unvergesslichen Tag miteinander verbracht", betonte Goldschmitt und ließ wissen, dass er die Veranstaltung ohne die zahlreichen Helfer niemals hätte stemmen können. Dabei habe sich die Suche nach helfenden Händen zunächst als schwierig erwiesen.

"Weil alle an einem Strang zogen, haben wir ein gelebtes Stück Engagement für Walldürn vollbracht und sicher den Beitrag dazu geleistet, die Stadt und die Region bekannter werden zu lassen", so Goldschmitt. Jedenfalls werde man "nicht locker lassen, um Walldürn als reisemobilfreundlichen Ort zu etablieren".

Neue Schirmherrin

Für die Neuauflage im kommenden Jahr "haben sich schon nach aktuellem Stand mehr Teilnehmer angemeldet, als unser Konvoi im August insgesamt umfasste", freute sich Goldschmitt und stellte mit Maria Dhonau (Mülheim/Ruhr) die Schirmherrin des nächsten Versuchs vor. Die 79-Jährige hat ihren Namen längst in die Steintafeln der deutschen Caravaning-Geschichte eingeritzt: Seit 57 Jahren verkauft sie Wohnmobile; 2017 wurde ihr Lebenswerk durch den "LUPO" ("Lieferanten- und Partnerschafts-Oscar") als eine der höchsten Auszeichnungen der Szene sowie das "goldene Reisemobil" der Zeitschrift "Auto Bild" in gleich zweierlei Weise gekrönt. Sie bekundete, die Patenschaft als große persönliche Ehre anzusehen und übte sich in Optimismus: "Wir hoffen auf mindestens 1000 Reisemobile."

Gemeinschaftserlebnis

Landrat Dr. Achim Brötel erinnerte an ein "großartiges Gemeinschaftserlebnis", das auch ohne den erhofften Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde aufgrund zu großer Lücken zwischen den Wohnmobilen aller Ehren wert sei. Sein Dank bezog sich neben Dieter und Gisela Goldschmitt auch auf das Organisationsteam, das den immensen logistischen Aufwand schulterte.

Auch Bundestagsabgeordneter Alois Gerig (CDU) würdigte das "einzigartige Projekt" und signalisierte, sich auf die Wiederholung im September 2018 zu freuen. Die Vorstellung des von Chefkoch Mohammad Assaad kreierten "Weltrekordburgers", ein gemütliches Abendessen und Live-Musik von Danny McCoy leiteten das Wochenende ein. ad