Walldürn

Tage der Glaubenserneuerung Angebot für alle Generationen in der Seelsorgeeinheit / Programm noch am Mittwoch und Donnerstag

„Auszeit eröffnet neue Sichtweisen“

Die Tage der Glaubenserneuerung stehen in dieser Woche in der Seelsorgeeinheit auf dem Programm. Sie bieten ein Angebot für alle Generationen und gehen.

Walldürn. Mit dem Vorabendgottesdienst in der Basilika wurden am Samstag die „Tage der Glaubenserneuerung“ der Seelsorgeeinheit Walldürn eröffnet. Begleitet werden sie durch die Franziskaner-Minoriten Bruder Josef Fischer (Kloster Schwarzenberg/Scheinfeld) und Bruder Konrad Schlattmann (Franziskanerkloster Würzburg), die am Samstag neben Stadtpfarrer Pater Josef Bregula und Pater Andreas Lengenfeld als Zelebranten mitwirkten.

Nach dem Einzug in die Wallfahrtsbasilika bezeichnete Pater Josef Bregula die „Tage der Glaubenserneuerung“ als „Auszeit, die den Gläubigen mit Sicherheit gut tut und neue Sichtweisen eröffnet“, ehe Pater Josef Fischer die liturgische Eröffnung der Messe vornahm.

„Ein Geschenk Gottes“

In dieser brachte er die Thementage mit der Fastenzeit in Verbindung, in der wiederum er ein „Geschenk Gottes zur inneren Einkehr“ sah und die Hoffnung aussprach, dass man am Ende dieser 40 Tage in seinem Wunsch bekräftigt sei, gern ein Christ seiner Konfession zu sein – Ziel der Fastenzeit und der „Tage der Glaubenserneuerung“ sei neben der inneren Einkehr und Festigung des persönlichen Glaubens auch die Möglichkeit, Jesus Christus als Herrn, verlässlichen Freund und Beschützer neu zu entdecken. Dabei sollen den Gläubigen Impulse aus der franziskanischen Spiritualität behilflich sein, auch mit gewissen Umbrüchen in der kirchlichen Landschaft und manchen Erschütterungen aktueller Art besser umgehen zu können. „Hier entsteht ein wertvoller Raum für Begegnung und Austausch“, fasste der in der Ordensausbildung des Klosters Schwarzenberg tätige Fischer die Intention der Thementage zusammen und definierte sie als „Start in eine beherzte und frohgemute Glaubenszeit“.

Unterhaltsam und doch zum Nachdenken anregend gestaltete der in Ludwigshafen geborene Geistliche seine Predigt, die er mit dem aktuellen Hinweis auf das „Jesus ist Fake“-Graffitti an der Frankfurter Piuskirche und ähnlichen Vandalismusschäden an einem Gotteshaus im französischen Dijon eröffnete. „Es ist schlimm, wenn die Ehrfurcht verloren geht und das Heiligtum Mensch innerhalb und außerhalb der Kirche angegriffen, verletzt und beschädigt wird“, merkte Fischer an. In einer derartig belasteten Zeit wie der Gegenwart seien die Menschen besonders intensiv auf der Suche nach Halt und Beistand, den man bei Gott erhalte. „Wir sehnen uns nach Haltegriffen, an denen wir Jesus und seine Hilfe spüren können“, hielt Pater Josef Fischer fest und nahm die zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucher mit zu einer Analyse der als roten Faden der „Tage der Glaubenserneuerung“ anzusehenden sieben Sakramente. Der Reihe nach beleuchtete er aus sehr persönlicher Sicht Taufe, Firmung, Eucharistie, Versöhnung, Buße, Krankensalbung und Ehe. „Auch wenn man den Geist Gottes vielleicht nicht sofort spürt - manchmal muss man sich einfach etwas Zeit lassen“, gab Fischer den Gläubigen mit auf den Weg. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Organist Christopher Henk begleitet.

Nach den Themen „sich versöhnen lassen“ am Sonntag, „sich aufrichten lassen“ am Montag und „sich hingeben“ am Dienstag stehen noch folgende Termine auf dem Programm:

Mittwoch, 13. März: Thema „sich in Freiheit binden“, Basilika 8 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt zum Sakrament der Ehe, anschließend eine Stunde stille Anbetung und Beichtgelegenheit, 17 Uhr Beichtgelegenheit, 18.30 Uhr: Eucharistiefeier mit Predigt zum Sakrament der Ehe, anschließend Gespräch mit Ehepaaren im Pfarrsaal; Glashofen 18.30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt zum Sakrament der Ehe, anschließend Gespräch im Pfarrheim oder in der Kirche.

Donnerstag, 14. März: Thema: „aus dem JA Gottes leben“, Basilika 8 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt zum Sakrament der Taufe, anschließend eine Stunde stille Anbetung und Beichtgelegenheit; Rippberg 8.20 bis 11 Uhr: Unterrichtsbesuch der 1. bis 3. Klasse, 14 Uhr Seniorentreffen im Bürgerhaus mit Vortrag zu Elisabeth von Thüringen „Mehr als Brot und Rosen – weniger bekannte Seiten einer Heiligen der Nächstenliebe“. Im Anschluss Begegnung mit Kaffee und Kuchen; Basilika 17 Uhr Beichtgelegenheit, 18.30 Uhr Abschluss der Tage der Glaubenserneuerung, Eucharistiefeier mit Tauferneuerung.