Walldürn

Startup-Center in Walldürn Erster Spatenstich für Projekt von Dieter Goldschmitt

„Bedeutsamer Schritt für Walldürn und den VIP“

Archivartikel

Walldürn.Dass Dieter Goldschmitt durchaus als Odenwälder Pendant zu Technik-Genie Béla Barényi – Erfinder von Sicherheits-Fahrgastzelle und Sicherheits-Lenksäule – bezeichnet werden kann, beweisen seine Schaffenskraft und sein Einfallsreichtum immer wieder auf ein Neues.

Als Krönung seines Lebenswerks könnte das Startup-Center-Odenwald gelten, dessen erster Spatenstich am Donnerstag im Verbands-Industrie-Park (VIP) stattfand.

Gründer fördern

Eingangs wies er auf die damit verbundene Absicht hin, Jungunternehmern unter die Arme zu greifen: „Gründer mit guten Ideen werden in Deutschland kaum gefördert“, ließ er wissen und hielt fest, gerade ihnen mit seiner Erfahrung aus über vier Jahrzehnten unternehmerischer Tätigkeit gern beizustehen.

Erfreut zeigte er sich über die ersten beiden Existenzgründer, die Parzellen des insgesamt 1600 Quadratmeter umfassenden Halle als Plattform nutzen werden: In Andreas Häfner (Firma Häfner-Bauelemente) und Tobias Hauser (AnTo GmbH Fahrzeugbau) begrüßte er zwei von frischem Denken geprägte Unternehmerpersönlichkeiten.

„Die Verbindungen ergaben sich beim Wohnmobil-Konvoi im vergangenen Jahr“, blickte Dieter Goldschmitt zurück, der mit weiteren Gründern im Kontakt stehe. Zusammenfassend sprach er von einem „bedeutsamen Schritt für Walldürn und den VIP“, der ihm persönlich besonders am Herzen läge.

Mit dem Hinweis auf die Kommunalwahlen 1994 und 1999 eröffnete Bürgermeister und GVV-Verbandsvorsitzender Markus Günther die Grußworte. Seinerzeit plädierte die CDU-Fraktion für ein Gründerzentrum, das Jungunternehmern ohne großes Risiko den Sprung in die Selbstständigkeit gestatten solle, nun ließe sich der langgehegte Traum verwirklichen. „Wir sind stolz auf diese Idee und glücklich über ihre Ausführung“, betonte Günther und freute sich über die professionelle Begleitung durch Gisela und Dieter Goldschmitt, die den Newcomern in wirtschaftlicher und kaufmännischer, aber auch in menschlicher Hinsicht sehr entgegenkäme.

„Unternehmerische Highlights“

„Wir sind gespannt auf unternehmerische Highlights, die Walldürn weiter nach vorn bringen“, fuhr er fort und entbot mit dem Hinweis auf das „Erfolgsmodell Goldschmitt“ ein herzliches Glückauf.

Landrat Dr. Achim Brötel gratulierte gleichsam zum ersten Schritt in die Realisierung und bezeichnete die Vita des studierten Lehrers Dieter Goldschmitt als perfektes Beispiel dafür, was aus einer von Fleiß vorangetriebenen fixen Idee werden kann. Das nach Mosbach zweite Existenzgründerzentrum im Kreisgebiet trage dazu bei, aufstrebende Existenzgründer zu „unternehmerischen Patenkindern der Goldschmitts“ werden zu lassen, die an Ort und Stelle auf gutes Fundament für erfolgreiches Tun stoßen.

Als kommissarischer Mosbach-Standortleiter der IHK Rhein-Neckar rundete Dr. Andreas Hildenbrand die Grußworte ab. Er erinnerte an rückläufige Gewerbeanmeldungen; analog dazu seien aber ebenso weniger Gewerbeabmeldungen zu verzeichnen. Im Startup-Center Odenwald sah er eine „Stätte, in der innovative Menschen innovative Dienstleistungen etablieren“, der Nimbus der Goldschmitt TechMobil AG als Garant für ausgeklügelte und wegweisende Technologien im Caravaning-Bereich käme dem nur entgegen.

„Anfang eines neuen Kapitels“

Andreas Häfner als Chef von fünf Vollzeit- und zwei Teilzeitangestellten dankte Dieter Goldschmitt für die Unterstützung und bezeichnete das Startup-Center als „Anfang eines neuen Kapitels und Grundlage für eine neue Heimat, an der man Wurzeln schlagen kann“. Beim symbolischen ersten Spatenstich wurde die zuvor von allen Ehrengästen unterschriebene Urkunde in die versiegelte „Zeitkapsel“ gelegt und im Erdreich vergaben.

„Vielleicht findet jemand in vielen Jahren dieses Dokument und erinnert sich daran, dass wir hier waren“, bemerkte Dieter Goldschmitt abschließend scherzhaft und lud zum Imbiss ins Restaurant „Goldschmitts“ ein. ad