Walldürn

20 Jahre Lichtermuseum Wettersdorf Redner würdigten die im Land einzigartige Einrichtung

„Bereicherung des kulturellen Angebots“

Archivartikel

Wettersdorf.Viele Besucher hatte am Sonntag das Lichtermuseum in Wettersdorf. Der Grund hierfür war das 20-jährige Bestehen des einmaligen Museums.

Die Tochter des Museumsgründers Rektor Walter Frenzel, Dorothea Berberich, begrüßte zu dieser kleinen Feierstunde zahlreiche Gäste. Bürgermeister Markus Günther nannte das Museum einzigartig in Baden-Württemberg. Im Walldürner Ortsteil Wettersdorf entstand 1998 ein Lichtermuseum, wo nahezu 2500 Laternen, Lampen, Leuchter, Feuerzeuge und vieles mehr auf die Besucher warten. Fast lückenlos zeigen diese „ Zeugen des alten Lichtes“ aus vorelektronischer Zeit in eindrucksvoller Weise den Ideenreichtum unserer Vorfahren.

Sie dokumentieren auch das einfache, sparsame und bescheidene Leben vorausgegangener Generationen. Tausende von Besuchern haben inzwischen diese Präsentation gesehen und zahlreiche begeisterte Einträge im Gästebuch sprechen für gute Informationswerte dieser außergewöhnlichen Sammlung. Die Sammlung , die dieses Lichtermuseum birgt, ist nicht von heute auf morgen entstanden. Über mehrere Jahrzehnte eifriger Sammlertätigkeiten wurden durch den 2009 verstorbenen Initiator Walter Frenzel, tausende Zeugen der Beleuchtung der Vorfahren zusammengetragen.

Große Sammlerleidenschaft

Nur durch seine Sammlerleidenschaft war es möglich, dass der Bestand dieses einmaligen Lichtermuseums so reichhaltig wurde, wie er sich heute darbietet. Im Dachraum des ehemaligen Schulhauses hat er damals zusammen mit dem Städtischen Bauhof sein Museum in beeindruckender Weise errichtet.

Die Leitung des Museums hat inzwischen seine Tochter, Dorothea Berberich übernommen. Bürgermeister Günther dankte ihr für ihr großes ehrenamtliches Engagement seinen Dank aus. Man sei froh und dankbar, dass Dorothea Berberich das Erbe ihres Vater in so großartiger Weise fortführt. „Das Museum hat seinen festen Platz in unserer Stadt, es ist eine Bereicherung des kulturellen Angebots und der umfangreichen Museumslandschaft auf die wir zu Recht stolz sind.“ Er wünschte dem Museum weiterhin viele interessierte Besucher, die viele informative und aufschlussreiche Eindrücke aus einer Zeit bekommen, als man das Licht nicht am Schalter, sondern noch am Streichholz anmachte.

Ortvorsteher Norbert Wörner dankte den Familien Frenzel und Berberich für das großartige Lebenswerk von Walter Frenzel und seinen unermüdlichen Einsatz für die Dorfgemeinschaft Wetterdorf. Gerade deswegen sei auch das kleine Lichtermuseum für viele Besucher mit schönen Erinnerungen an die eigene Vergangenheit verbunden und für alle einen Besuch wert und eine echte Bereicherung für Wettersdorf.

Museumsleiterin Dorothea Berberich ging nochmals auf die Entstehung des Lichtermuseums ein. Bis heute waren es genau 21 330 Besucher, es kamen viele Schulklassen und Kindergärten, einen Sehbehindertenverein mit Blindenhund, sowie viele Besucher aus der näheren und weiten Umgebung.

Viele Besucher

Zum Ende ihrer Worte dankte Dorothea Berberich allen, die sich um das Museum verdient gemacht haben, an „Magic Egon“ der Zauberkunststücke vorführte und an das Team, das Kinderschminken vornahm. Dorothea Berberich führte dann die Besucher im Anschluss durch das Museum. hape