Walldürn

Absolventen der Frankenlandschule verabschiedet Bei der Ausbildung über den Tellerrand hinausschauen / Digitalisierung wichtiges Thema

Berufliche Bildung eine der tragenden Säulen

Archivartikel

Walldürn.Bei einer Feierstunde wurden als erfolgreiche Schulabsolventen von der Schulleitung, Lehrerkollegium und Elternbeirat 70 Absolventinnen und Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule an der Frankenlandschule offiziell verabschiedet.

Die Verabschiedung wurde vorgenommen vom stellvertretenden Schulleiter der Frankenlandschule, Studiendirektor Torsten Mestmacher und von Studiendirektor Werner Hefner als Abteilungsleiter der Kaufmännischen Berufsschule vorgenommen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Schulband der Frankenlandschule.

Weg in den Beruf erfolgreich gehen

Mestmacher sagte, die kaufmännische Berufsschule sei für die Frankenlandschule eine ganz wichtige Schulart. Sie sei wichtig, da man so dazu beitragen könne, dass junge Menschen ihren Weg in den Beruf erfolgreich gehen könnten, und sie sei wichtig, da aus schulischer Sicht die berufliche Bildung einer der tragenden Säulen unserer Gesellschaft sei. Man habe in den letzten Jahren den Fehler gemacht, dass man die berufliche Bildung nicht gleichwertig mit dem Studium gesehen ha-ben. Er persönlich sei der festen Überzeugung, dass man diese Sichtweise revidieren müsse.

Anspruchsvolle Ausbildung

Die berufliche Bildung und das Studium müssten in der Gesellschaft als nahezu gleichwertig angesehen werden, da die beruflichen Anforderungen in den letzten Jahren gestiegen seien und weiterhin steigen würden. Nur so könne man auch in Zukunft junge Menschen für eine anspruchsvolle berufliche Ausbildung begeistern.

Der Schulleitung und den Lehrern an der Frankenlandschule sei es wichtig, dass die Schüler innerhalb der Ausbildung auch einmal über den Tellerrand der eigenen Firma hinaussehen könnten. Mit „ILWEA“, einem Projekt, dass durch das Erasmus-Programm der europäischen Union gefördert werde, ermögliche man den Berufsschülern an der Frankenlandschule, ein Praktikum in England zu machen und so einen Einblick in einen anderen Betrieb, eine andere Kultur und ein anderes Land zu bekommen. Die Teilnehmer würden so ihre Erfahrungen in den eigenen Betrieb mit einbringen, so dass auch der Ausbildungsbetrieb von dem Praktikum im Ausland profitiere.

Auch die Digitalisierung sei ein wichtiges Thema an der Frankenlandschule. Sie werde sicherlich die Ausbildung teilweise verändern. Doch sie mache sich nicht an den digitalen Medien, wie zum Beispiel dem Tablet als solchem, fest, sondern die Kompetenzen mit diesen digitalen Medien entsprechend umzugehen seien entscheidend, und dabei sei das Verständnis für die ablaufenden Prozesse innerhalb einer Firma eine Schlüsselkompetenz, um die Digitalisierung erfolgreich zu bewältigen.

Vieles sei nur möglich, wenn die Partner in der Ausbildung – die Betriebe und die IHK – die Schule entsprechend unterstützen würden.

Sich konkrete Ziele setzen

Gerhard Straub, Vorsitzender des Vereins der Freunde der Frankenlandschule, sagte, es sei wichtig für junge Menschen, sich stets konkrete Ziele zu setzen und diese zielstrebig anzugehen und zu verfolgen.

Diesem Grußwort schloss sich die Ansprache des Ausbildungsleiters der Firma Scheuermann & Heilig GmbH in Hainstadt, Mathias Schild, als Gastredner an.

Die Projektvorstellungen der Abschlussklassen W3KE („Erstellung softwaregestütztes Lernquiz“) und W3BM („Stammzellen-Typisierung“) sowie der Gedichtvortrag des Schülers Pascal Schmitt „Vorwärts schauen“ von Horst Rehmann leiteten über zur Verleihung der Preise und Belobigungen für die erbrachten Leistungen von Schülern der KBS-Abschlussklassen W2KE (Verkäufer), W3KE (Verkäufer), W3BM (Kaufleute für Büromanagement), W3IS (Informatiker/Informatikkaufmann) und W3KI (Industriekaufmann).

Klassenbeste ausgezeichnet

Mestmacher und Hefner zeichneten als jeweilige Klassenbesten Lena Heß (1,0), Pascal Schmitt (1,3), Kevin Jendrzejek (1,4), Eileen Ballweg und Angelika Schotter (jeweils 1,5) aus der Klasse W3KI, Melissa Müller (1,6) aus der Klasse W3BM, Manuel Harter (1,5) aus der Klasse W3IK sowie Galina Gottfried (1,8) aus der Klasse W2KE jeweils mit einem Klassenpreis in Form eines Buchpreises aus.

Jeweils mit einem öffentlichen Lob für sehr gute schulische Leistungen ausgezeichnet wurden: aus der Abschlussklasse W3KI Lorena Stuhl (1,6), Lukas Wagner, Marco Weber (beide jeweils 1,7), Luna Bianco, Lea Hasselbach, Kathrin Hippler, Lukas Schmitt (alle jeweils 1,8), Alexandra Diehm(2,0); aus der Abschlussklasse W3BM Franziska Köppen (1,8), Raphaela Gehrling, Hannes Wähler (beide 2,0); aus der Klasse W3IK Maik Kistner, Benedikt Kunkel (beide jeweils 1,8), Daniel Siewert (2,0); aus der Klasse W2KE Adnan Altintas (2,0). Mestmacher und Hefner überreichten mit den jeweiligen Klassenlehrern die Abschlusszeugnisse an die erfolgreichen Absolventen.

Werner Hefner ermunterte die Absolventen abschließend dazu, im Berufsleben weiterhin offensiv ihre jeweiligen persönlichen Stärken herauszustellen und hohes berufliches Engagement zu zeigen. Der Feier schloss sich ein vom Elternbeirat und vom Verein der Freunde der Frankenlandschule organisierter und auch gesponserter Stehempfang an. ds