Walldürn

Stadtwerke Walldürn Stelle des Geschäftsführers vakant

Bewerber macht Rückzieher

Walldürn.Wenn Andreas Stein am 1. Januar die Geschäftsführung der Stadtwerke Buchen übernimmt, bleibt sein Schreibtisch bei den Walldürner Stadtwerken vorerst unbesetzt. Zwar hat der Gemeinderat Ende September in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig einen von 37 Bewerbern zum neuen Geschäftsführer des kommunalen Versorgers gewählt. Einen Tag vor der Vorstellung in einer Betriebsversammlung am 27. Oktober machte dieser jedoch einen Rückzieher und sagte kurzfristig ab.

"Für uns ist das nicht nachvollziehbar", betonte Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, Markus Günther, auf Anfrage der FN. Er bedauert die unerwartete Entwicklung, weil es sich um einen "wirklich guten Bewerber" gehandelt habe. "Auch bei den Mitarbeitern der Stadtwerke war die Enttäuschung groß", so Günther. Sei doch mit der Vakanz eine gewisse Unsicherheit verbunden.

Interimslösung notwendig

Die Stelle wurde zwischenzeitlich neu ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember. Eine Besetzung des Chefpostens bei den Stadtwerken bis 1. Januar hält Günther für "nicht mehr machbar". Mit einer Interimslösung will er die Zeit bis zum Dienstantritt eines neuen Geschäftsführers überbrücken.

Die Stadtwerke Walldürn beschäftigen aktuell 35 Mitarbeiter und versorgen mehr als 16 000 Menschen mit Strom, Erdgas und Trinkwasser. Der Umsatz des Unternehmens beträgt rund 23 Millionen Euro.