Walldürn

Am Großen Blutfeiertag Hochamt mit Predigt von Stadtpfarrer Pater Josef und Lichterprozession

„Christus die Quelle des Lebens“

Archivartikel

Walldürn.Zum Abschluss des Großen Blutsfeiertages, des bedeutendsten Feiertages während der vierwöchigen Wallfahrt „Zum Heiligen Blut“, fand am Donnerstagabend ein feierliches Hochamt mit Predigt von Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter P. Josef Bregula OFM Conv., und eine Lichterprozession durch die Innenstadt statt, an der viele Wallfahrer und viele Walldürner teilnahmen.

Das Hochamt in der in festlichem Lichterglanz erstrahlenden Wallfahrtsbasilika wurde von der Odenwälder Trachtenkapelle kirchenmusikalisch feierlich umrahmt. Nach den von Lektorin Sonja Heusler-Enders vorgetragenen Lesungen aus der Offenbarung des Johannes und aus dem Brief des Apostel Paulus an die Epheser und der Verkündigung des Heiligen Evangeliums nach Johannes durch Diakon Friedhelm Bundschuh stellte Pater Josef den Inhalt des zuvor verkündeten Heiligen Evangeliums nach Johannes in den Mittelpunkt seiner Predigt.

Die Bibel sei von der ersten bis zu den letzten Seiten die frohe Botschaft von der uns Menschen zugedachten Lebensfülle, die uns versichert, der Mensch zum Leben kommt, weil Gott ihm Anteil an seiner Lebenskraft schenkt.

Weg zum ewigen Leben

Die Lesung aus der Offenbarung des Johannes könne bewusst machen, dass die Mitteilung des ewigen Lebens alles andere als selbstverständlich sei. Durch den Propheten Sacharja weise Gott bildhaft auf die tiefste Quelle des Lebens hin: auf das Herz des Erlösers. Das durchbohrte Herz Jesu Christi sei die Quelle „zur Reinigung von Sünde und Unreinheit“ geworden – die Quelle, die hin-weg spüle, was unser Leben bedrohe und einenge. In diese Quelle sei jeder Katholik bei seiner Taufe eingetaucht worden. Wer Jesus Christus nachfolgen wolle, müsse bereit dazu sein, zusammen mit ihm Not und Tod auf sich zu nehmen. Dies sei der Weg zum ewigen Leben.

Christus, die Quelle des Lebens, wolle den Seinen nicht nur die Fülle des Lebens schenken, er wolle in ihnen selber Quelle des Lebens für andere werden. Das sei die wunderbare Berufung, die er uns allen zudenke. In einer Welt, die im Zeichen der Vergänglichkeit und der unerfüllten Wünsche stehe, dürften wir Leben in Fülle empfangen und weitergeben. In einer Zeit, in der man den Eindruck habe, dass die Wüste wachse, wolle Gott uns zu Quellen des Lebens machen, durch welche die Wüste gewandelt werde. Der Stadtpfarrer schloss seine Predigt mit den Worten: „Danken wir dem Herrn für dieses Wunder der Liebe.“

Sehr beeindruckend war die große Lichterprozession durch die festlich illuminierten Straßen der Innenstadt. Sie fand ihren Abschluss auf dem in festlichem Lichterglanz erstrahlenden Wallfahrtsplatz, wo Pater Josef allen Teilnehmern den Schlusssegen erteilte. ds