Walldürn

Konzert in Walldürn Der „Wilde Paul“ im „Alten Wasserwerk“

„Da fange mer halt noumal ou“

Archivartikel

Walldürn.„Geradlinig, offen, voller Witz und Emotionen“, so präsentierte sich der „Wilde Paul“ am Freitagabend den Zuhörern im „Alten Wasserwerk“ in Walldürn.

Sein Bühnenbegleiter und zugleich auch Markenzeichen ist die zwölfseitige Gitarre, seine Musik gespickt mit Texten nicht nur zum Schmunzeln, sondern durchaus zum Nachdenken und Innenhalten, verpackt mit dem ein oder anderen persönlichen Schicksal, während im zweiten Teil des Abends der ganze Schalk des „Uiffinger“ Originales zum Ausdruck kommt.

Ein paar Akkorde genügen dem Autodidakten, seine Erlebnisse vom Landleben aus früherer Kindheit und aktuellem Geschehen auszudrücken. Man verzeiht ihm jederzeit die die ein oder andere vergessene Textpassage, die er ganz souverän mit „Da fange mer halt noumal ou“ überspielt, um damit zugleich auch für den nächsten Lacher zu sorgen.

Dazwischen gibt es so manchen kurzen Witz mit längst verfallenem Ablaufdatum, aber immer wieder köstlich und ungeniert erzählt. Ein paar T-Shirts zum Wechseln gehören zu jedem Auftritt dazu, die nach dem zweistündigen, engagierten Auftritt vollgesogen sind vom „Schweiße seines Angesichtes“, während die Zuhörer mit lang anhaltendem Applaus die Darbietungen quittieren und bestens unterhalten den Heimweg antreten. k.n.