Walldürn

FG "Fideler Aff" Walldürn Narren starteten in die 67. Kampagne / Heiterkeit und Frohsinn sollen die fünfte Jahreszeit begleiten

"Dämmerschloof" schnell beendet

Problemlos weckten die Narren am Samstag die "Dürmer Faschenaacht" aus ihrem "Dämmerschloof" und läuteten so den Beginn der fünften Jahreszeit ein.

Walldürn. Seit Samstag sind sie wieder los, die "Dürmer Affen", die Klohns und Tanzmariechen und der gesamte närrische Hofstaat. Pünktlich um 19.33 Uhr wurde die 67. "Dürmer Faschenaacht" im Beisein diverser "Großkopfeten" und zahlreicher Bürger vor dem Alten Rathaus eröffnet.

Musikalisch für den richtigen Schwung sorgte die Odenwälder Trachtenkapelle unter der Leitung von Meikel Dörr.

Zum närrischen Auftakt der bevorstehenden Kampagne begrüßte FG-Präsident Falko Günter nach dem Umzug vom Restaurant "Ritter/Akropolis" durch die Hauptstraße den Dürmer Hofstaat mit Elferrat, Tanzmariechen, Garden, Schautanzgruppen, Klohns und "Herzlis-Alis"-Gruppe am "Schalkbrunnen" vor dem Alten Rathaus. Dort hatten sich neben zahlreichen Bürgern auch Bürgermeister Markus Günther und FG-Ehrenpräsident Karlheinz Sahner eingefunden, um die fünfte Jahreszeit gebührend zu eröffnen.

"Darum haben wir uns vor dem Alten Rathaus versammelt, damit die Dürmer Faschenaacht net in ihrem Grab vergammelt", reimte Falko Günter in waschechtem Dürmer Dialekt. "Endlich ist es wieder so weit, und nach einer langen Wartezeit beginnt für alle Narren die sehnlichst herbeigesehnte fünfte Jahreszeit", so Günter. "Ganz gleich, ob als Klohn, Aff, Härle und Fräle man sich maskiert, oder als Strohbär und Treiber auch nicht scheniert - Hauptsache, es ist wieder so weit, und es beginnt die närrische Zeit, in der man durch die Gassen von Dürn springt und so manch lustiges Liedchen singt."

Vehement forderte der Präsident alle Dürmer Narren auf, bis Aschermittwoch Frohsinn und Heiterkeit zu verbreiten, mit niemandem zu streiten, Brauchtum und Tradition zu pflegen, mit den FG-Aktiven durch die Fastnachtswelt zu ziehen, und die "Dürmer Faschenaacht" hoch leben zu lassen. Verkündet werden solle allerorts: "In Großdürn is widder Faschenaacht".

Nach einem in närrischem Versreim vorgetragenen Grußwort von Bürgermeister Markus Günther verkündete FG-Präsident Günter: "Ihr Klohns, ess iss souweit, jetzt wärd die Dürmer Faschenaacht befreit - geiht fort, guckt wo se iss, un bringt 'se bei, damit mer in Dürn widder häbbe e Narredei". Lange im Rathaus suchen mussten die Narren auch in diesem Jahr nicht. Schnell war mit "Foxies" (Ludwig Fuchs) die Fastnacht in Form des "Original Dürmer Klohns" aus ihrem "Dämmerschloof" befreit. Präsident Günter forderte alle im Bereich des Rathausvorplatzes versammelten Narren noch einmal auf, während der närrischen Wochen alle Sorgen und Nöte zu vergessen und stets lustig, fröhlich, heiter und froh gelaunt zu sein.

Nach dem Schlachtruf der "Fidelen Dürmer Affen", dem dreifach donnernden "Aff rappl die uff, ahoi" und nach dem gemeinsam gesungenen "Affenlied" stellte Günter noch kurz die offiziellen Vertreter der FG "Fideler Aff" vor. Nach dem offiziellen Teil machten sich die Aktiven der FG auf den Weg ins Gasthaus "Zum Hirsch", wo bis in die späten Abendstunden gefeiert wurde. ds