Walldürn

Karl-Ernst-Gymnasium Kreis Miltenberg will helfen

Den Erhalt unterstützen

Miltenberg.Einigkeit herrschte im Kreisausschuss des Landkreises Miltenberg am Montag darüber, das Karl-Ernst-Gymnasium (KEG) Amorbach zu erhalten. Vor zahlreichen Gästen auf der Besuchertribüne sprach sich der Kreisausschuss einstimmig für eine Empfehlung an den Kreistag aus, die Verwaltung zu Verhandlungen mit der Stadt Amorbach zu ermächtigen. Ziel ist es, den Kreis als künftigen Sachaufwandsträger für das KEG zu etablieren.

Kreis und Stadt Amorbach hatten bereits mehrfach über das Thema gesprochen, zuletzt am am 7. Januar mit Vertretern von Stadtrat, Stadtverwaltung, Schulleitung und Landrat Jens Marco Scherf. Mit der Übernahme der Sachaufwandsträgerschaft würde der Landkreis die Stadt Amorbach finanziell stark entlasten. Diese ist seit über 50 Jahren Sachaufwandsträger, die Personalkosten des Gymnasiums trägt der Freistaat. Deshalb hat die Stadt Anspruch auf Gastschulbeiträge. Darüber hinaus zahlt der Landkreis freiwillig jährlich 110 Euro pro Amorbacher Schüler.

Für die Stadt Amorbach erklärte Bürgermeister und Kreisrat Peter Schmitt die schwierige Situation seiner Stadt. Die 3,9 Millionen Euro Schulden, die aus dem KEG resultieren, entsprächen 59 Prozent der Gesamtverschuldung. Man müsse den Bildungsstandort Amorbach unbedingt sichern. Von aktuell 470 Schülern kämen 94 aus Amorbach, 311 aus dem restlichen Landkreis und 65 aus Baden-Württemberg. Aus dem Kreisausschuss wurde unisono Verständnis signalisiert und die Wichtigkeit des Gymnasiums betont. Nun müsse man offene Gespräche führen, was der Kreis übernimmt und welche Kosten zu erwarten seien.

Landrat Scherf kündigte für den Fall der Zustimmung durch den Kreistag einen gemeinsamen Begutachtungsauftrag von Stadt und Landkreis an mit dem Ziel an, den Wert des KEG sowie die daraus erwachsenden Verpflichtungen ermitteln zu lassen. Auch die Schulabteilung der Regierung von Unterfranken werde man an den Tisch holen.