Walldürn

Am Karl-Ernst-Gymnasium 89 Abiturienten des KEG Amorbach nahmen ihre Reifezeugnisse entgegen

Den Pokal „Abitur“ gewonnen

„ABIós Amigos – zwölf Jahre Siesta, jetzt gibt’s Fiesta!“ – unter diesem Motto feierte der diesjährige Abiturjahrgang des Karl-Ernst-Gymnasiums Amorbach seine bestandenen Abiturprüfungen.

Amorbach. Um deutlich zu machen, wie lange und hart man während der Schulzeit „büffeln“ musste, wählten die Schüler einen prächtigen und eindrucksvollen Büffelschädel als Logo für die Abizeitung, ihre T-Shirts und die Abiball-Karten.

Außerdem ist die Stufe an Besonderheiten kaum zu überbieten. Es handelt sich nämlich um einen Jahrgang unter drei verschiedenen Schulleitern: OStD Walter Fritsch, OStDin Ruth Bley und OStD Ulrich Koch. Zudem ist der diesjährige Abiturjahrgang der erste unter H. Koch, der im Anschluss an den Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Wöber, seine Ansprache in der Amorbacher St. Gangolf-Kirche hielt. Dabei verglich er als Sport- und Lateinlehrer die Schulzeit mit einem 5000 Meter-Lauf mit seinen verschiedenen Etappen. Er betonte, wie schwer es ist, stets am Ball zu bleiben. Zu guter Letzt bat er die Absolventen, ihren Gemeinschaftssinn, ihre Offenheit gegenüber Neuem, sowie das Bilden ihrer eigenen Meinung zu bewahren. Der Amorbacher Bürgermeister Peter Schmitt verglich in seiner Rede das Abitur mit einem Fußballspiel: „Das Abitur ist die Schlussphase des Spiels. Alle 89 Schüler des KEG haben den Pokal ,Abitur’ gewonnen!“ Auch OStR Thorsten Meyerer wünschte als stellvertretender Landrat den Abiturienten, dass sie als Elite „nun bereit sind, auch gegen den Strom zu schwimmen und andere von ihren Idealen zu überzeugen.“ Zuletzt richtete der Elternbeiratsvorsitzende Christoph Laas in seiner Ansprache eine Aufforderung an die Abiturienten: „Macht etwas aus eurem Abitur, nutzt eure Chancen, habt Selbstbewusstsein!“

In der Sporthalle des TV Kirchzell feierten die Abiturienten, deren Angehörige, Lehrer und Ehrengäste die erfolgreiche Abiturprüfung. Selina Ott sprach für die Schüler. Nach ihrer Rede überreichten OStD Koch und Oberstufenkoordinator StD Faulstich die Zeugnisse. Weitere Auszeichnungen sowie Stipendien wurden durch den Bürgermeister von Amorbach Peter Schmitt und den Vorsitzenden des Vereins „Freunde des KEG“ Christian Klingenmeier verliehen. Einen besonderen Höhepunkt stellte wiederum wie in jedem Jahr die Vergabe des Karl-Ernst-Preises durch Andreas Fürst zu Leiningen dar. 24 Schüler erreichten eine Eins vor dem Komma – mit Benedikt Hopf als Jahrgangsbestem, gefolgt von Patrick Störzer, Yannick Throm und Nicole Wörner. Der Notenschnitt aller Abiturienten insgesamt liegt bei 2,3. Mit gutem Essen, entspannten Gesprächen und Tanz verabschiedeten sich die Abiturienten in einen neuen Lebensabschnitt.

Abiturienten 2018 des KEG aus dem Neckar-Odenwald-Kreis: Elias Noe, Sören Volk (Mudau); Kaan Altinova, Jonathan Berres, Luca Brehm, Emilia Günther, Lea Haas, Laura Hefner, Laura Maloku, Sarah Rusnak, Patrick Störzer, Justine Trunk (Walldürn); Anna-Lina Breunig, Benedikt Hopf, Aydin Karaduman, Vanessa Schwebmeyer (Rippberg).

Selina Ott und Benedikt Hopf erhielten den Karl-Ernst-Preis 2018. Jedes Jahr verleiht das Fürstenhaus zu Leiningen, das mit dem Karl-Ernst-Gymnasium seit über 200 Jahren eng verbunden ist, den mit eintausend Euro dotierten Karl-Ernst-Preis. Diesen Preis erhalten Abiturienten, welche nicht nur ein sehr gutes Ergebnis erzielt, sondern sich auch während ihrer ganzen Schullaufbahn für das KEG besonders eingesetzt haben und auch im sozialen Bereich aktiv waren. Preisträger im Jahr 2018 sind Benedikt Hopf und Selina Ott, mit jeweils 500 Euro.

Verantwortung übernommen

In der Würdigung, die Andreas Fürst zu Leiningen persönlich verlas, wurde ihre Wahl durch die Vorbildwirkung und Verantwortungsbereitschaft begründet. Die beiden Abiturienten engagierten sich in den unterschiedlichsten Bereichen. Benedikt Hopf zeichnete sich am KEG durch besondere Aktivitäten als jahrelanger Klassensprecher, Schülerlotse, Tutor und auch Stufensprecher aus.

Außerdem vertrat er die Schule sowohl bei MINT-Projekten, Schachturnieren, als auch bei „Jugend forscht“ im Fach Informatik erfolgreich. Auch seinen Mitschülern stand er immer mit Rat und Tat zur Seite. Aufgrund all dieser Kompetenzen hätten sich beide die Auszeichnung mehr als verdient. keg