Walldürn

Vertreterversammlung der Volksbank Franken Bei der Veranstaltung in der Nibelungenhalle wurden Zahlen präsentiert

Die Bilanzsumme ist um 3,2 Prozent gestiegen

Archivartikel

Walldürn.Die Geschäftsberichte des Vorstands über das abgelaufene Bankgeschäftsjahr 2018 mit Vorlage des Jahresabschlusses 2018 standen auf der Tagesordnung der Vertreterversammlung der Volksbank Franken in der Nibelungenhalle.

Eröffnet wurde die Vertreterversammlung vom Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Eberhard. Bürgermeister Markus Günther sprach ein Grußwort.

Ausgewogene Struktur

Bankdirektorin Karin Fleischer ging zunächst auf die 150-jährige Geschichte der Volksbank Franken ein. Die Volksbank sei mit einer aus-gewogenen Bilanzstruktur und einer guten Eigenkapitalbasis ein verlässlicher Partner für alle mittelständischen und privaten Kunden in der Region ist.

Die entscheidende Größe für die Handlungsfähigkeit der Bank in der Zukunft sei das erwirtschaftete Eigenkapital darstellt. Das sei in den vergangenen 25 Jahren von 16 auf 94 Millionen Euro angestiegen, mehr als 40 000 Kunden würden momentan den Finanzdienstleistungen vertrauen, und über 25 000 Menschen seien Mitglied bei der Volksbank Franken.

Mit dem altersbedingten Ausscheiden des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Klaus Holderbach sei Ende Mai ein Generationswechsel, der sich in den letzten Jahren vollzogen habe, weitgehend zum Abschluss gebracht worden. Mit ihr und Bankdirektor Rainer Kehl werde die Volksbank künftig durch zwei gleichberechtigte Vorstandsmitglieder geführt, unterstützt durch eine sechsköpfige erweiterte Geschäftsleitung. Karin Fleischer dankte allen, die sich für die Bank engagiert haben.

Bankdirektor Rainer Kehl sagte, die Bilanzsumme, eine wesentliche Messgröße für die Entwicklung einer Bank, schloss 2018 mit 998 Millionen Euro ab, wobei die Erhöhung einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 31 Millionen Euro und somit 3,2 Prozent entsprach. Das betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 77 Millionen Euro auf knapp zwei Milliarden Euro. Die in der Bilanz ausgewiesenen Kundenkredite beziehungsweise Kundenforderungen beliefen sich auf 679 Millionen Euro, 25 Millionen Euro oder vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die im Berichtszeitraum geleisteten Tilgungen wurden durch das Neukreditgeschäft mit einem Volumen von 137 Millionen Euro mehr als ausgeglichen.

Der bankeigene Bestand an Wertpapieren ist mit 255 Millionen Euro ausgewiesen und stieg um 14 Millionen Euro. Schließlich sei die Volksbank mit rund 33 Millionen Euro an Unternehmen des genossenschaftlichen Verbundes beteiligt.

Höhere Kundeneinlagen

Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 37 Millionen Euro oder fünf Prozent auf 771 Millionen Euro. Das betreute Kundenanlagevolumen, bestehend aus bilanziellen und außerbilanziellen (vermittelten) Kundenanlagen, erhöhte sich auf 489 Millionen Euro. Insgesamt sei das betreute Kundenanlagenvolumen 2018 auf über 1,2 Milliarden Euro angewachsen. Das Geschäftsguhaben der 25 098 Mitglieder (ein Plus von 207)) erhöhte sich um 48 000 auf 7,4 Millionen Euro.

Das ausgewiesene haftende Eigenkapital hat sich im Jahr 2018 um mehr als 1 Millionen € erhöht und belief sich zum 31.12.2018 auf fast 105 Millionen Euro.

Bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau und die flache Zinsstruktur verringerte sich der Zinsüberschuss um 472 000 auf 17,4 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss lag mit knapp sieben Millionen Euro um 279 000 Euro über dem Ergebnis von 2017 und auch über dem Durchschnitt der baden-württembergischen Kreditgenossenschaften. Nach Abzug der Steueraufwendungen von über 2,8 Millionen Euro, der Einstellung von 450 000 Euro in den Fonds für allgemeine Bankrisiken und einer Vorwegzuweisung zu den Ergebnisrücklagen in Höhe von einer Millionen Euro verbleibe ein Bilanzgewinn von 1,046 Millionen Euro.

Vom Vorstand wurde im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat der Vertreterversammlung folgende Gewinnverwendung vorgeschlagen: drei Prozent Dividende auf die Geschäftsguthaben (219 408 Euro), Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen (825 000), sowie Vortrag auf neue Rechnung (1629 Euro).

Aufsichtsratsvorsitzender Michael Eberhard teilte mit, dass der Geschäftsbericht 2018 vom Aufsichtsrat geprüft wurde und der Vertreterversammlung die Genehmigung der vorgeschlagenen Gewinnverteilung empfehle. Auch der Bericht über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung durch den baden-württembergischen Genossenschaftsverband wurde von Eberhard vorgetragen.

Keine Beanstandungen

Bei der Prüfung ergaben sich keine Beanstandungen, so dass aufgrund der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und geordneter wirtschaftlicher Verhältnis der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde.

Die Vertreterversammlung stimmte anschließend der Beschlussfassung über die Genehmigung des Jahresabschlusses 2018 zu. Ebenfalls einstimmig erfolgte auf Antrag von Bürgermeister Markus Günther die Beschlussfassung über die getrennt durchgeführte Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, nachdem dieser zuvor noch einmal dem Bankvorstand, dem Aufsichtsrat sowie allen Mitarbeitern der Volksbank Franken für die 2018 geleistete Arbeit gedankt hatte. ds