Walldürn

190 Jahre Pfarrkirche Sankt Valentin Die musizierenden Vereine Altheim belohnten ihr Publikum mit facettenreichen Darbietungen

Ein besonderes Gemeinschaftskonzert

Altheim.Ein besonderer Anlass mündete in einem besonderen Abend: Anlässlich des 190-jährigen Bestehns der Pfarrkirche Stankt Valentin traten am Sonntagabend erstmals alle musizierenden Vereine zu einem gemeinsamen Konzert vor Ort auf, veranstaltet vom Gemeindeteamausschuss "Altheim musiziert". Die Besucher belohnten die facettenreichen Darbietungen mit großem Zuspruch.

Den Auftakt bestritt der Musikverein, unter der Leitung von Harald Kilian, passenderweise mit der von Peter Fihn verfassten "Festlichen Intrade". "Seit 190 Jahren kommen Christen aus den vielfältigsten Gründen hierher. Und ebenso bunt gemischt ist das heutige Jubiläumsprogramm", begrüßte Stadtpfarrer Pater Josef Bregula die Mitwirkenden, Ehrengäste und Besucher. Peter Maffay's "Nessaja" in der Bearbeitung von Kurt Gäble und "Arioso" aus der Feder von Klaus-Peter Bruchmann rundeten den mit viel Beifall bedachten Einstieg ab.

Nun zeigten die Eleven der Musikschule Heilig, angeleitet von Daniela Schmid, in vier ebenso abwechslungsreichen wie sympathischen Beiträgen eine Kostprobe ihres Könnens. "Geboren um zu leben" (Unheilig/Der Graf) war eine Ensembleleistung, während bei "Comptine d'un autre été - L'apres-midi" (Yan Tiersen) Maya Gärtner als Solistin am Klavier im Mittelpunkt stand. "Kleiner Walzer" (Bobby Zaugg) und "I will follow him" (Franck Pourcel/Paul Mauriat) wurden wiederum gekonnt vom Keyboard- und Akkordeonensemble interpretiert.

Stimmgewaltig waren die folgenden Beiträge des Männergesangsvereins "Sängerbund" Altheim. Dirigiert von Josef Spiesberger, besang der Chor zunächst "Das Morgenrot" (Robert Pracht), um anschließend den "Abendfrieden" (Hildegard Eckhardt) herzustellen. Das Traditional "Egalile" animierte die Besucher schließlich zum Mitklatschen.

Das Gitarrenduo Karin und Laura Sans setzte dann einen instrumentalen Kontrapunkt. Die Zwillinge ernteten für ihre mit Fingerfertigkeit aufgeführten Beiträge "Oriental (Danza Espanola Nr. 2)" von Enrique Granados und das von Johann Sebastian Bach komponierte "Invention Nr. 13 in a-Moll" großen Zuspruch.

Sanierung im Jahr 1914

Für den Pfarrgemeinderat Altheim ließ anschließend Rudi Rogge die Historie von Sankt Valentin, deren heutiges Bild im Großen und Ganzen auf die umfangreiche Sanierung im Jahr 1914 zurückgeht, anhand wesentlicher Eckdaten Revue passieren.

Die Kinder der Grundschule aus den Klassen eins bis vier, angeleitet von Claudia Kervick und Stefanie Roll, verkündeten in der Folge "Der Herbst ist da" (Hans R. Franzke) und führten bei "A Hundred Big Black Ravens" eine Performance auf, die bei den Anwesenden auf großen Anklang stieß. Schließlich war es am Kirchenchor "Sankt Cäcilia", die Auftritte der einzelnen Formationen abzurunden. Chorleiter Thorsten Schmitt, der zugleich federführend bei "Altheim musiziert" war, setzte mit "Nun preist den Herrn", "Bleib bei uns, Herr" und dem Traditional "Amen" zusammen mit den Sängern nochmals einen kirchenmusikalischen Schwerpunkt. Am Ende traten alle Aktiven des Abends gemeinsam auf und sangen mit "Siyahamba" ein weiteres Traditional, das umgehend nach Zugabe verlangte.

Pfarrgemeinderat Thomas Bischoff schloss mit seinen Dankesworten an alle Beteiligten den offiziellen Teil "dieses ganz besonderen Gemeinschaftskonzerts", an dessen Organisation auch Michaela Bischoff, Daniela Schmid, Georg Sans und Martin Weber beteiligt waren. Das von allen Anwesenden gesungenen Schlusslied "Erde singe, dass es klinge" rundete den rundum gelungenen Konzertabend von "Altheim musiziert" ab.