Walldürn

Mobile Sanitätsstation umgebaut Im Goldschmitt Technik-Center wurde an einem Fahrzeug der Johanniter-Unfall-Hilfe gearbeitet

Ein geschützter Raum für Patienten

Archivartikel

Walldürn.„Was ist denn bei Goldschmitt passiert? Hoffentlich nichts Schlimmes.“ So oder so ähnlich könnten die Gedanken der Autofahrer ausgesehen haben, die letzte Woche den Heidingsfelder Weg im Walldürner Industriegebiet VIP II entlangfuhren.

Vor den Werkstatttoren des Goldschmitt Technik-Centers, dem größten Montagezentrum des Reisemobil- und Fahrwerksspezialisten, parkte ein rot-weißer Sattelauflieger mit der Aufschrift „Mobile Unfallhilfsstelle“.

Schnelle Entwarnung

Glücklicherweise konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Der Anlass des Besuchs war keinesfalls spontan und alles andere als besorgniserregend. Eigentümer der mobilen Sanitätsstation ist der Regionalverband Köln/Rhein-Erft-Kreis/Leverkusen der Johanniter-Unfall-Hilfe dessen Vorstand Reinhold Lapp-Scheben zur finalen Abnahme zu Gast im Goldschmitt Technik-Center war, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Aber was hat der Reisemobil-Spezialist Goldschmitt mit einem solchen Anhänger zu tun? Die Antwort ist laut Christian Ertl, Betriebsleiter des Goldschmitt Technik-Centers ganz einfach: „Goldschmitt ist bei weitem nicht nur in der Reisemobilbranche aktiv. Auch Nutzfahrzeuge, Transporter und Rettungswagen werden bei uns tagtäglich mit Federsystemen, Stabilisatoren und anderem Zubehör ausgestattet. Unfallinstandsetzungen, Nutzlasterhöhungen und Sonderumbauten gehören ebenfalls zu unserem Leistungsumfang, wobei der Trailer der Johanniter-Unfall-Hilfe schon die Königsdisziplin darstellt.

Solche Spezialumbauten setzen ein großes Maß an Know-how und Erfahrung voraus und können definitiv nicht von jeder Werkstatt ausgeführt werden“.

Die Kooperation zwischen der Johanniter-Unfall-Hilfe und der Firma Goldschmitt hat eine lange Tradition, weshalb sich der Verein auch bei diesem ganz speziellen Großprojekt vertrauensvoll an den Fahrwerksspezialisten aus Walldürn wandte.

Allerdings sollten diesmal keine Rettungsfahrzeuge mit Luftfederungen ausgestattet werden – vielmehr ging es darum, einen ausrangierten Sattelauflieger zu entkernen, teilweise instand zu setzen und für den neuen Verwendungszweck vorzubereiten.

Hochwertiges Interieur

Ungefähr drei Monate dauerten die Vorbereitungs- und Umbauarbeiten im Goldschmitt Technik-Center, bevor der Sanitätsanhänger mit hochwertigem Interieur ausgestattet und in den Farben der Johanniter lackiert werden konnte. Wo vorher Bremsen geprüft und Scheinwerfer eingestellt wurden, können zukünftig hilfsbedürftige Menschen versorgt und behandelt werden. Für einen stabilen Stand in jedem Gelände sorgen hydraulische Goldschmitt-Hubstützen, welche den Anhänger mit nur einem Knopfdruck vollautomatisch ausnivellieren.

„Die mobile Unfallhilfsstelle erlaubt es uns, öffentliche Veranstaltungen mit unseren sanitäts- und rettungsdienstlichen Leistungen noch besser unterstützen zu können, so Reinhold Lapp-Scheben, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Der stabile Anhänger bietet unseren Patienten einen geschützten Raum für die Erstversorgung und gewährleistet außerdem einen sicheren Transport unseres hochwertigen Equipments“, sagte Lapp-Scheben.