Walldürn

Kindergarten St. Marien eingeweiht Redner würdigen die gelungene Maßnahme / Bürger schauten sich in der Einrichtung um

Eine Basis für die kindliche Entwicklung

Archivartikel

Mit einer Feierstunde wurde die gelungene Sanierung des Kindergartens St. Marien gefeiert.

Walldürn. Stadtpfarrer P. Josef Bregula, OFM Conv., sagte bei der Begrüßung, „ich bin stolz, ihnen allen heute einen solch schönen Kindergarten in unserer Pfarrgemeinde präsentieren zu können. Ich weiß, es war nicht so einfach, das alles so umzusetzen“. Er dankte allen, die zur erfolgreichen Realisierung der Maßnahme beigetragen haben.

Der stellvertretende Stiftungsratvorsitzende Helmut Hotzy stellte das Gesamtprojekt Kindergarten St. Marien nach der Sanierung und Erwei-terung des Kindergartens näher vor (die FN berichteten).

Bürgermeister Markus Günther sagte, mit dieser Einweihung des Anbaus und den erfolgreich durchgeführten Sanierungsmaßnahmen werde ein weiterer Beitrag zur Zukunftssicherung der Kinder geleistet, wobei sich die Stadt Walldürn sehr wohl ihrer Verantwortung für die junge Generation bewusst sei. Für die Stadt sei das Betreuungsangebot keine Frage von Rechtsansprüchen, sondern vielmehr der der Interessen der Kinder und ihrer Familien. Die Zukunft der Stadt Walldürn liege mittel- und langfristig gesehen zweifelsohne in der Hand der Kinder.

Frage der Qualifikation

Kinderbetreuung sei aber bei weitem nicht nur eine bauliche Aufgabe, sondern weit mehr eine Frage der Qualifikation des Personals in den Kindergärten. Ohne Selbstüberschätzung könne die Stadt Walldürn darauf verweisen, dass sie beiden Bereichen ein hohes Niveau erreicht habe. Er hoffe, dass die durchgeführte Umgestaltung und Erweiterung des Kindergartens St. Marien alle in die Baumaßnahmen gesetzte Erwartungen erfülle.

Diplom-Ingenieur Architekt Thomas Link vom Architekturbüro Link Architekten in Walldürn ging auf die Chronologie der Baumaßnahmen näher ein. Eine Architektur für Kinder stelle eine ganz besondere Aufgabe dar. Sie solle stets eine Basis für die kindliche Entwicklung sein, ohne dass sie dabei selbst plakativ kindlich wirke. Sie solle die Phantasie anregen, aber nicht lenken und sie müsse funktional sein – kindgerecht funktional. Vieles sei im Zuge der der Sanierung untersucht worden, wobei man versucht habe, dabei einerseits auf Bewährtes zurückzugreifen, andererseits aber auch Neues zu wagen. In zahlreichen Gesprächen mit dem Bauherrn und mit den Erzieherinnen des Kindergarten habe sich herausgestellt, dass man es besser machen könnte, als das Gewohnte zu nutzen. So seien beispielsweise die Möbel der Garderoben nicht von fer-tigen Herstellern erworben, sondern von ortsnahen Schreinern gefertigt worden.

Um ein solches Werk zu realisieren, bedürfe es vieler, die daran mitwirken würden. Partner, die ein Werk gemeinschaftlich wachsen lassen würden. Es sei in der heutigen Zeit schwer, bei Ausschreibungen überhaupt noch Bieter zu bekommen, oft kämen Firmen von weit her. Glücklicherweise sei dies hier fast nicht der Fall gewesen, von den insgesamt 35 beteiligten Firmen kamen 28 aus dem Neckar-Odenwald-Kreis und davon wiederum 14 aus Walldürn.

Schlüssel übergeben

Als Präsent des Architekturbüros überreichte Link dem Kindergarten einen Tresen und als Symbol der traditionelle Schlüsselübergabe nach Beendigung der Baumaßnahmen dem Stadtpfarrer einen überdimensionalen Schlüssel in gebackener Form.

Pater Josef Bregula nahm anschließend die Segnung und Weihe des Gebäudes vor. Grußworte des Bundestagsabgeordneten MdB Alois Gerig und des Gemeindepfarrers der Evangelischen Kirchengemeinde, Pfarrer Karl Kreß, folgten, ehe die Leiterin des katholischen Kindergartens St. Marien, Monique Janosch, mit ihrer Schlussansprache den offiziellen Teil der Einweihungsfeierstunde beendete.

Am Sonntagnachmittag nutzten dann noch viele Walldürner das Angebot der Kindergartenleitung zu einem Besuch des Kindergartens und zur Besichtigung der neu gestalteten Räume. ds