Walldürn

Kolpingsfamilie zog Bilanz Bei der Jahreshauptversammlung wurden zwei Spenden überreicht / Rückblick der Gruppen

Engagement wichtig für die Gesellschaft

Bei der Jahreshauptversammlung der Kolpingsfamilie wurden zwei Spenden übergeben. Weiter standen die Berichte der Gruppen auf der Tagesordnung.

Walldürn. Nach der Begrüßung im Namen des Vorstandsteams durch Heinz Baumann im Gasthof „Zum Hirsch“ dankte Stadtpfarrer Josef Bregula, OFM Conv. als Präses der Kolpingfamilie für die während des Kirchenjahres geleistete Arbeit. Er hob die stets gute und sehr harmonische Zusammenarbeit zwischen der Kirche und der Kolpingfamilie Walldürn als lebensbegleitender Bildungs- und Aktionsgemeinschaft hervor.

Heinz Baumann überreichte anschließend der Erzieherin Christine Thoma als Vertreterin des Kindergartens St. Marien sowie Pater Josef jeweils einen aus dem Erlös der Nikolaus-Aktion und dem Sammeln von „Schwarzem Hawwer“ am Rosenmontag resultierenden Spendenscheck von 750 Euro zur Gestaltung der Außenanlage des Kindergartens St. Marien und zur Mitfinanzierung der Restaurierung der Lourdeskapelle.

Berichte der Gruppen

Schriftführerin Cornelia Dörr sagte in ihrem Bericht, dass die vielfältige Vereinsarbeit wieder sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Auf dem Programm standen etwa der Kolping-Gedenktag mit der Ehrung langjähriger Mitglieder, die Strohbäraktion am Rosenmontag oder die Nikolaus-Aktion für Walldürner Familien durch. Seit Januar 2018 neu gibt es am ersten Mittwoch im Monat das „Offene Kolpingheim“.

Carmen Humyn als Sprecherin des „Kreises junger Familien“ be-richtete von einer gut funktionierten und sehr engagierten, aus momentan sieben Familien bestehenden Gruppe, mit einem abwechslungsreichen und interessanten Veranstaltungsprogramm. Manuel Sturm vom Zeltlager-Leitungsteam berichtete über das 2017 durchgeführte Sommerzeltlager. Ausblickend auf das Zeltlager vom 6. bis zum 18. August unter dem Motto „Asterix erobert Baden“ auf dem Zeltplatz Nöggenschwiel sagte er, dass noch Plätze frei sind.

Sehr aktiv waren wieder die rund 20 Fußballer der Kolpingfamilie Walldürn, wie Maximilian Dunkel berichtete. So traf man sich über 40 Mal zum wöchentlichen Trainingsabend in der Glashofener Sporthalle und nahm am Hallenfußballturnier des FSV Walldürn teil. Die Fahnenabordnung hatte neun Einsätze.

Bernhard Kehl als Leiter des Kolping-Forums „Kunst und Kultur“ informierte über einen Vortrag mit Sophia Walter als Referentin über das Thema „Workcamp Tansania – helfen und Reisen, ein Erfolgsbericht“. Beim Kolping-Strick-Treff treffen sich rund 20 Frauen einmal im Monat im Kolpingheim zum Strickabend, wie Heike Baumann als deren Gruppenleiterin und Sprecherin berichtete.

Den Berichten aus den Gruppen folgte der Kassenbericht von Schatzmeisterin Michaela Kehl, der die Kassenrevisoren Silke Günther und Dirk Bonn eine einwandfreie Kas-senführung bestätigten, so dass diese auf Antrag der Kassenprüfer einstimmig entlastet wurde.

Bürgermeister Markus Günther sagte, die Mitglieder der Kolpingfamilie hätten wieder gezeigt, dass sie viel leisten und bewirken können, und dass sie in gemeinsamer Anstrengung eine für Walldürn bedeutsame sozialpolitische Einrichtun am Laufen halten würden. Im Wandel der Zeiten habe es die Kolpingfamilie Walldürn in den zurückliegenden zwölf Jahrzehnten ihres Bestehens stets vermocht, vielen Menschen eine Heimat im Verein zu bieten so-wie viele Walldürner Bürger immer wieder mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm anzusprechen.

Bei den vielfältigen Aufgaben, die das Kolpingwerk erfülle, beschäftige es natürlich auch eine ganze Reihe hauptamtlicher Mitarbeiter, doch ein ganz bedeutender Teil allen Wirkens werde von den Mitgliedern ehrenamtlich und in der Freizeit erbracht.

Engagement unverzichtbar

Diese ehrenamtliche Tätigkeit sei die Basis, die den Verband zusammenhalte. Solch bürgerschaftliches Engagement sei für eine Stadt wie Walldürn, sei für die Gesellschaft unverzichtbar.

In der Kolpingfamilie Walldürn werde dieses bürgerschaftliche Engagement in vorbildlicher und beispielhafter Art und Weise praktiziert und vorgelebt. Kolpingsfamilien würden sich in keine Innerlichkeit zurückziehen, sie fühlten sich vielmehr verantwortlich für ihr Umfeld. „Christsein mit Kopf, Herz und Hand“ heiße es im Leitbild des Kolpingswerkes, und das wiederum bedeute, den eigenen Glauben oder die eigene Überzeugung zu leben, in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft. Und dies würden die Mitglieder der Kolpingfamilie nunmehr schon seit über 120 Jahren auf vielfältige Weise tun.

Jahr für Jahr werde ein beeindruckendes Programm auf die Beine gestellt, das für alle Altersstufen etwas zu bieten habe und das die unterschiedlichsten Interessen und Ziele abdecke. ds