Walldürn

Zehn Jahre Energiepark Neusaß Runden Geburtstag zusammen mit dem Golfclub im Rahmen des Jubiläums „1225 Jahre Stadt Walldürn“ gefeiert

Erfolgsgeschichte mit „grünem Strom“

Neusaß.Der Energiepark Neusaß war die erste und größte auf ehemaligem Ackerland errichtete Solaranlage, die vom Land Baden-Württemberg genehmigt wurde. Vor knapp zehn Jahren ging sie ans Netz und gilt heute als Erfolgsgeschichte. Eingebettet in das Jubiläum „1225 Jahre Stadt Walldürn“ wurde das zehnjährige Bestehen des Energieparks Neusaß gefeiert, verbunden mit einem Tag der offenen Tür beim Golf-Club Glashofen-Neusaß, der einen Golferlebnistag für Jedermann im Programm hatte.

Seit seiner Inbetriebnahme wurden durch den Energiepark rund 32 Millionen Kilowattstunden „grüner Strom“ erzeugt. Dadurch blieben der Umwelt 27 000 Tonnen CO2 erspart. Die Idee für einen solchen Solarpark hatte Glashofens Ortsvorsteher Heinrich Hennig bereits im Jahr 2000, doch es dauerte noch eine Weile, bis alle nötigen Hürden genommen waren und er realisiert werden konnte.

Ein Vorzeigeobjekt

Bei seiner Inbetriebnahme am 11. Dezember 2009 galt er als das Vorzeigeobjekt der Region und des Landes. Zustande kam er durch eine Kooperation der Stadtwerke Buchen mit der Hennig & Schneider GbR aus Glashofen.

Heinrich Hennig hieß denn auch eine ganze Reihe von Gästen zur Geburtstagsfeier im Golf-Clubheim willkommen, darunter Bürgermeister aus der Region und weitere Kommunalpolitiker aus dem Umkreis sowie führende Mitarbeiter der Stadtwerke Buchen wie Andreas Stein und Matthias Gruber und den Walldürner Stadtwerkeleiter Tobias Hagenmeyer.

Landrat Dr. Achim Brötel erinnerte bei seinen Glückwünschen an die „schwierige Geburt“ des Energieparks, der mit vielen Beteiligten letztendlich zustande kam und als Vorreiterprojekt in der alternativen Energiegewinnung zu sehen ist. Hierbei habe vor allem die visionäre Art Heinrich Hennigs, die Heimat weiterzuentwickeln, eine entscheidende Rolle gespielt. Der Energiepark Neusaß trage einen gewichtigen Beitrag zur Versorgung des energie-autarken Neckar-Odenwald-Kreises mit erneuerbaren Energien bei.

Erfreuliches Ergebnis

Buchens Bürgermeister Roland Burger erwähnte, wie rasch der Energiepark nach der Inbetriebnahme in ein ruhiges Fahrwasser gelangt sei und zu einem wirtschaftlichen Erfolg wurde. Beim Betrachten des Jahresergebnisses könne man von „eitel Freude und Sonnenschein“ sprechen. Burger war sich sicher, dass sich die Anlage auch nach Ablauf der momentan garantierten Einspeisevergütung in zehn Jahren am Energiemarkt behaupten könne.

Walldürns Stadtoberhaupt Markus Günther ging auf die Durchsetzungskraft des Visionärs Heinrich Hennig ein und war erfreut darüber, dass sich die Anlage besser entwickelt habe als anfänglich angenommen. Inzwischen kämen sogar chinesische Delegationen nach Neusaß, um sich über derartige Energieparks zu informieren.

Henrich Hennig blickte in die Zukunft und ging davon aus, dass der Solarpark in einigen Jahren – wenn die Speicherung von Strom realistische Formen angenommen habe – wieder mit von der Partie sein werde. Heute zeigen sich die Betreiber voller Zufriedenheit über ihre Investition, die seit geraumer Zeit Ausschüttungen abwirft.

Mit Pferdekutschen wurden die interessierten Besucher vom Golfgelände zum nicht weit entfernten Energiepark gefahren, wo bei Führungen durch kompetentes Fachpersonal alles Wissenswerte zu der Anlage zu erfahren war. Auf dem Rückweg konnte man beim Neusasser Künstler Rainer Englert einen Zwischenstopp einlegen und sich mit seiner Kunst auseinandersetzen.

Währenddessen konnten sich am Golfsport Interessierte auf dem grünen Rasen mit Schläger und dem kleinen weißen Ball ausprobieren. Erfahrene Trainer gaben auf der Driving Range Tipps zu der beliebten Sportart.

Zudem war für die Besucher Gelegenheit zu einer Rundfahrt mit dem Golfmobil auf der rund 90 Hektar großen Anlage.