Walldürn

Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Walldürn Berichte und Ehrungen standen auf der Tagesordnung

Für die DRK-Bereitschaft ein Jahr der Rekorde

Archivartikel

Walldürn.Auf ein arbeitsreiches und sehr erfolgreiches Vereinsjahr blickte der DRK-Ortsverein Walldürn bei seiner Jahreshauptversammlung im Jubiläumsjahr zurück.

Nach der Begrüßung war dem Bericht des Vorsitzenden Markus Huber zu entnehmen, dass zu den besonderen Aktivitäten im Verlauf der vergangenen zwölf Monate zahlreiche Arbeitseinsätze in den DRK-Räumen, Blutspendetermine in der Nibelungenhalle und der Kaserne oder die Blutspenderehrung durch die Stadt gehörten. Derzeit gehören dem DRK-Ortsverein Walldürn 148 Mitglieder an. Der Vorsitzende dankte allen, die das DRK unterstützt haben.

Ausblick auf laufendes Jahr

Markus Huber gab zum Abschluss seines Berichts auch einen kleinen Ausblick auf die laufenden Aktivitäten. Neben Planungen und Gesprächen mit der Stadt wegen einer Lösung des Platzproblems der Fahrzeugunterbringung, dem Ausbau der Ausbildungsangebote mit Lehrgängen am Standort Walldürn, der Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen im Stadtgebiet stehen auch die Dauerbrenner wie Mitgliederwerbung und Unterstützung der Gemeinschaften auf der Agenda.

Besonders freut sich der Vorsitzende über die zusätzlichen Aktivitäten anlässlich des 125-jährigen Jubiläums sowie des Stadtjubiläums. Hier hob Huber vor allem den DRK-Landesentscheid der Bereitschaften sowie den Festakt im Vorfeld zur Kreisjahreshauptversammlung hervor.

Bereitschaftsleiter Manuel Sturm machte deutlich, dass die vielen ehrenamtlich tätigen Helfer des DRK-Ortsvereins wieder alle Hände voll zu tun hatten. 2018 war für die Bereitschaft ein Jahr der Rekorde. Im Berichtsjahr fand erstmals ein separater Blutspendetermin in Abstimmung mit der Bundeswehr statt. Mit über 1000 Spendern war es das bisherige „Allzeithoch“. Mit 231 Einsätzen der „Helfer vor Ort“-Gruppe war es nicht nur für die Helfer ein Rekordjahr, sondern man war im gesamten Kreisverband die HvO-Gruppe mit den meisten Einsätzen. Weiter erwähnt wurden die zahlreichen Dienstabende mit dem Themenschwerpunkt „Aus- und Fortbildung“, die technischen Dienste sowie die 23 Sanitätsdienste bei Veranstaltungen. Für die Führungsausbildung wurde ein Planspiel mit rund zehn Quadratmetern Fläche erstellt, an welchem die Ausbildung neuer und erfahrener Führungskräfte aller Hilfsorganisationen möglich ist.

Eine Ausbildung der besonderen Art fand im Berichtsjahr, organisiert durch Maikel Hartmann und Robin Rusnak, erstmals in Walldürn statt: Einen ganzen Samstag übten die ehrenamtlichen des Ortsvereins in vielen kleinen Einzelszenarien im gesamten Stadtgebiet ihr Können. Unterstützt wurden die Rotkreuzler von der Feuerwehr Walldürn und Mitgliedern aus der Umgebung. Hartmann und Rusnak dankten allen Firmen, die sich als Einsatzort zur Verfügung stellten.

Hoher Materialbedarf

Der Zeugwart informierte über die Tätigkeiten im vergangenen Jahr, über die Materialwirtschaft sowie über den momentanen Einsatzfahrzeuge-Fuhrpark des Vereins. Bei den vielen Aktivitäten des Ortsvereins war es kein Wunder, dass der Materialbedarf und der Arbeitsaufwand nicht unerheblich waren.

In seiner Funktion als Zugführer des Katastrophenschutzes berichtete Markus Huber über das zurückliegende Jahr. In diesem Bereich bekam der Ortsverein im Berichtsjahr zwei großartige „Geschenke“. Das Material wurde aufgestockt, neben einer neuen taktischen Feldküche von Kärcher, mit welcher in einem Gang rund 250 bis 300 Personen versorgt werden können, wurde ein neuer, zusätzlicher Logistik-Lkw der Betreuungseinheit zugeordnet. Das Berichtsjahr war zudem von Dienstabenden und Übungen geprägt, in welchen man sich für den Einsatzfall vorbereitete.

Jugendrotkreuz-Leiter Erik Macht und Anna-Lena Löhr informierten darüber, dass die Gruppe derzeit aus 13 Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren sowie fünf Jugendleitern besteht. Diese haben sich im vergangenen Jahr 39 Mal zur Gruppenstunde getroffen. Darüber hinaus haben die Mitglieder an den Helfereinsätzen während der Blutspendetermine, sowie am Blumen- und Lichterfest und am Kinderferienprogramm teilgenommen. Weiter wurde eine Rettungswachennacht durchgeführt, bei welcher die Kinder das Gelernte in einer 24-Stunden-Übung umsetzten. Eine zufriedenstellende Bilanz wies der von Schatzmeisterin Alexandra Linemann vorgetragene Kassenbericht auf. Magdalena Dunkel bestätigte ihr eine einwandfreie Kassen- und Buchführung. Die Entlastung des Vorstands erfolgte daraufhin einstimmig.

Bürgermeister Markus Günther bezeichnete den DRK-Ortsverein in seinem Grußwort angesichts der vielen ehrenamtlich erbrachten Leistungen als einen der Aktivposten – sowohl innerhalb der Stadt als auch im DRK-Kreisverband. Günther dankte dem DRK für dessen Engagement. Dominik Burger-Graseck als Kreisbereitschaftsleiter dankte für den DRK-Kreisverband dem sehr rührigen und äußerst aktiven DRK-Ortsverein für den stets vorbildlichen Einsatz und das beispielhafte Engagement im Ehrenamt. Der Kreisgeschäftsführer, Joachim Hermann, bot in seinem Grußwort einen Blick in die Arbeit des Kreisverbandes.

Mitglieder geehrt

Dann standen Ehrungen an. Ludwig „Foxes“ Fuchs wurde für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Carina König, Nadja Reiss, Oliver Reiss und Jeanette Wöhl gehören dem Verein seit zehn Jahren an. Alexandra Linemann ist seit fünf Jahren Mitglied. Der „Bestpreis des Vorstandes“ für überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft für das Deutsche Rote Kreuz ging in diesem Jahr an Annika Matt.