Walldürn

Krankenhausverband tagte Jahresergebnis für das Rechnungsjahr 2018 des Geriatriezentrums stand auf der Tagesordnung

Geschäftsergebnis deutlich verbessert

Walldürn/Hardheim.Ein umfangreiches Zahlenwerk wurde bei der Verbandsversammlung des Krankenhausverbandes Hardheim-Walldürn unter dem Vorsitz des Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Volker Rohm (Hardheim) vorgestellt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Feststellung des Jahresergebnisses für das Rechnungsjahr 2018 für den Krankenhausverband Hardheim-Walldürn.

Der stellvertretende Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Markus Günther (Walldürn), berichtete über das Jahresergebnis 2018 des Geriatriezentrums „St. Josef“ Walldürn. Er sprach aufgrund der sehr erfreulichen Entwicklung im letzten Kalenderjahr von einem außergewöhnlichen Ergebnis.

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Aufwendungen und Erträge im Erfolgsplan des Altenbereichs rund 2,9 Millionen Euro und in der Geriatrischen Rehabilitation rund 1,2 Millionen Euro. Das Geschäftsergebnis sei aufgrund der stabilen Auslastung und des guten wirtschaftlichen Handels in beiden Bereichen im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verbessert werden. Nach einer schwarzen Null im Vorjahr wurde 2018 ein Gewinn von etwa 78 082 Euro erwirtschaftet werden.

Die durchschnittliche Belegung im Altenpflegebereich betrug 96,82 Prozent, was im Durchschnitt 59,1 Betten entspricht. Die Auslastung in der Geriatrischen Rehabilitation betrug insgesamt 82,51 Prozent, die Fallzahl 276 Fälle. Die durchschnittliche Verweildauer stieg jedoch auf 21,82 Tage.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Geriatriezentrum St. Josef 51,45 Mitarbeiter und nach Köpfen 82 Personen. Das Geriatriezentrum habe eine relativ geringe Fluktuation und viele qualifizierte Mitarbeiter mit langjähriger Betriebszugehörigkeit. Der Beginn des Pflegenotstandes sei auch in Walldürn bereits deutlich spürbar. Erfreulicherweise würden zurzeit aber acht junge Menschen im Haus für den Altenpflegebereich ausgebildet.

Verordnung wird umgesetzt

Mit der Verordnung des Sozialministeriums zur baulichen Gestaltung und zur Verbesserung der Wohnqualität in den Heimen sei die gesetzliche Forderung gekommen, bis spätestens 2019 den Bewohnern Einzelzimmer mit einer Fläche von mindestens 14 Quadratmetern und einer Raumbreite von mindestens 3,20 Meter zur Verfügung zu stellen. Um diesen politischen Vorgaben nachzukommen, habe der beschließende Ausschluss des Geriatriezentrums beschlossen, einen Pflegeheimneubau mit 30 Plätzen sowie einer Tagespflege zu errichten. Dadurch werden die wegfallenden Pflegebetten in den Doppelzimmern ausgeglichen und gleichzeitig die Platzzahl des Hauses leicht erhöht. Dies sei vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auch notwendig. Mit den Baumaßnahmen habe aber bis heute nicht begonnen werden können, da die Ausschreibungsergebnisse deutlich über den Kostenberechnungen gelegen hätten. Über das weitere Vorgehen werde noch im Sommer 2019 entschieden.

Wie auch bei der Altenpflege werde sich auch im Bereich der Rehabilitation, und speziell auch bei der Geriatrischen Rehabilitation, die Nachfrage in den nächsten Jahren steigern. Bereits heute sei die Hälfte der Patienten in den Krankenhäusern im Land älter als 65 Jahre.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist Erträge in der Gesamthöhe von rund zwölf Millionen Euro sowie Aufwendungen in Gesamthöhe von circa 12,2 Millionen Euro und somit einen Jahresfehlbetrag von 148 182 Euro auf. Die Bilanz beträgt bei den Aktiva und Passiva 15,93 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag wird auf eine neue Rechnung vorgetragen, und da er den nichtgeförderten Abschreibungen entspricht, in vollem Umfang durch eine Entnahme aus der Kapitalrücklage bereinigt. Die über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Rechnungen der Betriebsstätten Hardheim und Walldürn werden nachträglich genehmigt. Die Verbandsmitglieder stimmten nach dem Bericht über das Krankenhaus Hardheim (siehe Bericht auf Seite 27) und dem Geriatriezentrum dem Jahresergebnis für das Rechnungsjahr 2018 für den Krankenhausverband Hardheim-Walldürn nach Aussprache und Diskussion einstimmig zu.

Zum Abschluss dieser Versammlung verabschiedete Vorsitzender Bürgermeister Volker Rohm die drei nach dem Kommunalwahlen ausscheidenden Mitglieder der Verbandsversammlung Lars Ederer, Dr. Ingo Großkinsky und Simone Richter mit einem Präsent.