Walldürn

Krankentag bei der Walldürner Wallfahrt Bischof Dr. Wiesemann aus Speyer hielt die Predigt beim Pontifikalamt

„Gott begleitet uns auf allen Wegen“

Archivartikel

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) hielt bei der Wallfahrt am Krankentag die Predigt beim Pontifikalamt. Anschließend nahm er die Krankensalbung vor.

Walldürn. Der Gottesdienst wurde kirchenmusikalisch von Organist Christopher Henk umrahmt. Stadtpfarrer und Wallfahrtsleiter Pater Josef Bregula, OFM conv., sagte bei der Begrüßung, die Wallfahrt stehe unter dem Leitwort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ aus dem Kapitel 14 des Johannes-Evangeliums. Weg, Wahrheit und Leben – drei Begriffe, die in der heutigen Zeit einen großen Stellenwert hätten.

In einer Zeit, in der wir überflutet würden mit Nachrichten, und in der man uns viele Wahrheiten über die Medien verkaufe und es dabei nicht immer leicht sei, daraus die wirkliche Wahrhweit herauszufiltern. Doch für die Christen dürfe es nur eine Wahrheit geben: Jesus Christus! Mit seiner Wahrheit und auf seinem Weg würden wir das ewige Leben bei Gott unserem Vater finden.

Bischof Prof. Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer freute sich sehr darüber, gemeinsam mit vielen Wallfahrern n an diesem Walldürner Krankentag die Heilige Messe mit Feier der Heiligen Eucharistie zusammen feiern zu können. An diesem besonderen Gnadenort gehe jedem Wallfahrer und Pilger Herz und Seele auf, in dem Wissen, dass einem hier tiefer Trost, Kraft und christliche Nächstenliebe aus dem christli-chen katholischen Glauben heraus geschenkt werde.

Nach der von Lektor Alfred Günther vorgetragenen Lesungen aus dem Buch Deuteronomium und aus dem Brief des Apostels Paulus an die Galater sowie nach der Verkündigung des Heiligen Evangeliums nach Lukas durch P. Streicher aus Bretten stellte der Bischof das Leitwort der Wallfahrt in den Mittelpunkt seiner Predigt. Er ging eingangs auf die Begegnung Marias mit der Hl. Elisabeth näher ein, in der sich das von Jesus Christus einst selbst gesagte Leitwort der Wallfahrt zum heiligen Blut deutlich offenbare und dabei deutlich mache, dass Gott uns Menschen nahe komme und nahe sei und mitten unter uns lebe – als Freude des Lebens.

„Gott ist für uns da“

Einmal mehr erfahre jeder Wallfahrer und Gottesdienstbesucher an diesem Vormittag mit der Feier der Heiligen Eucharistie in der Basilika in besonders eindrucksvoller Weise, dass durch die Taufe und die Firmung Gott durch seinen Sohn Jesus Christus mitten unter uns wohne, mitten in unserem irdischen Dasein. Gott sei ganz einfach für uns da – er wohne und lebe mitten unter uns. Dies zu erkennen, sollte Ziel jeglichen christlichen Lebens sein, nämlich dass Gott durch seinen für uns Menschen den Opfertod am Kreuz gestorbenen Sohn Jesus Christus uns auf all unseren Wegen begleite und mitgehe und uns dabei allzeit Kraft und Trost spende.

Der Geist Jesu sei es, der in uns lebe. Die Wahrheit des Glaubens im Wort Gottes zu erfahren, sei nur möglich durch das Gehen eines gemeinsamen Weges zusammen mit Jesus Christus, der in uns lebendig sei und in uns lebe und sich uns als Wahrheit zeige, der uns die Augen öffne für das, was wirklich trage und wichtig sei, und dabei stets auch da zu sein für Andere, für den Mitmenschen. Ein jeder müsse auch bereit sein zu Umdenken und zum Wissen, was wirklich wichtig sei und trage. Ein jeder müsse sich darum bemühen, Liebe stetig wachsen zu lassen sowohl in Freud wie in Leid. Ein jeder müsse wahrnehmen und erkennen, dass Jesus Christus die wahre Wahrheit sei – die Wahrheit der Liebe. Das Leitwort der Wallfahrt schenke jedem Gläubigen die Freude des Lebens und der Hoffnung – wissend, dass Jesus Christus das wahre Leben selbst dann noch sei, wenn wir Menschen in diesem unserem irdischen Leben zweifeln würden. Christus halte uns stets die Hand, er sei die Wahrheit unseres irdischen Daseins, das ewige Leben.

Krankensalbung

Abschließend forderte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann alle auf, sich die Freude des Glaubens bei allem Schweren in dieser Zeit nicht nehmen zu lassen. Die an diesem „Walldürner Krankentag“ einem jedem kranken Wallfahrer im Anschluss an diese Predigt zuteilwerdende Krankensalbung sei ein Zeichen der Nähe Gottes. ds