Walldürn

Arbeitsgruppe „Main4Eck“ Vier Projekte auf den Weg gebracht

Gotthardsruine für den Tourismus erschließen

Archivartikel

Weilbach.Der Steuerkreis der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Main4Eck“ hat in Großwallstadt vier Projekte auf den Weg gebracht. Sie stehen allerdings noch unter dem Vorbehalt, dass zusätzliche Fördermittel frei werden.

Die Chancen dafür stünden aber gut, erklärte Leader-Manager Philipp Wollbeck. Das aktuelle Budget reiche für alle neuen Projekte zurzeit nicht aus, allerdings sei vom Freistaat eine Mittelaufstockung um 58 000 Euro für jede LAG zugesagt worden. Zudem sei mit Rückflüssen aus Abrechnungen zu rechnen.

Eines der Projekte ist der Archäopark Gotthardsruine. Dieses vom Markt Weilbach getragene Vorhaben, an dem sich die Stadt Amorbach, die Arbeitsgemeinschaft Gotthard, der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, das Archäologische Spessartprojekt und die Burglandschaft beteiligen, ist laut Leader-Manager Jürgen Jung seit längerem in der Planung. Vorgesehen sei, die Ruine und ihr Umfeld im Nachgang der archäologischen Grabungen touristisch zu erschließen – etwa mit einem Informationspunkt in der Sakristei. Durch die Installation eines Stromanschlusses sollen Veranstaltungen ermöglicht werden, ein Besucherleitsystem soll die Gäste führen und auch die Öffentlichkeitsarbeit soll finanziert werden.

Amorbachs Bürgermeister Peter Schmitt wies auf den hohen ehrenamtlichen Einsatz am Gotthard hin, wo fast 11 000 Arbeitsstunden geleistet worden seien. „Wir wollen dort etwas Nachhaltiges schaffen“, so Schmitt. Das Projekt wird mit 354 573 Euro veranschlagt, von denen 178 776 Euro aus EU-Fördermitteln kommen.