Walldürn

Am 9. November in Walldürn Konzert mit „The Gregorian Voices“ in der Basilika

„Gregorianic meets Pop“

Walldürn.Ein weiteres, außergewöhnliches Konzert mit der Gruppe „The Gregorian Voices“ findet am 9. November um 19.30 Uhr in der Wallfahrtsbasilika im Rahmen ihrer Herbsttournee statt. Das Programm lautet: „Gregorianic meets Pop“.

Die stimmgewaltigen Sänger tragen die Stücke mit einer berauschenden Klarheit vor, wodurch das Konzert durch seine musikalische Präzision und die reinen Gesänge des Chors dazu einlädt, abzuschalten und auf wundervolle Art und Weise dem Alltag zu entfliehen.

Das Herausragende an diesem Chor ist, dass er die frühmittelalterlichen gregorianischen Choräle durch Pop-Songs bereichert und völlig neu belebt und interpretiert. „The Gregorian Voices“ arrangieren eindrucksvoll berühmte Klassiker der Popmusik im gregorianischen Stil.

Rod Stewards „I’m Sailing“ in einer sakralen Modulation zu hören, ist ein emotionales Erlebnis. Auch „Imagine“, ein bekannter Song von John Lennon, erntet neben „Ameno“ von ERA treffsicher und beständig Beifallsstürme.

Die erste Hälfte dieses Programms besteht aus klassisch gregorianischen Chorälen, ortho- doxen Kirchengesängen und Liedern der Renaissance und des Barock, die in lateinischer Sprache vorgetragen werden.

Neben dem „Ave Maria“ und dem „Ave Maris Stella“ wird dem Publikum das andachtsvolle Kyrie „Missa Orbis Factor“ geboten. Es folgen unter anderem orthodoxe Lieder von Ioan Kukusel (1280-1360) und ein kunst voller Kanon „Cantate Domino“ von Heinrich Schütz (1585-1672). Das zeitgemäße moderne „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber (1984) gewann 1986 den Grammy Award für die beste klassische zeitgenössische Komposition.

In der zweiten Hälfte demonstrieren die acht Künstler, wie englischsprachige Popsongs in einer gregorianischen Adaption klingen. Auch hier elektrisieren sie durch ihr beachtliches Stimmpotenzial und zaubern Gänsehautatmosphäre in jeden Kirchenraum.

Neben Leonhard Cohens „Hallelujah“ werden unter anderem „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel sowie Bob Dylans „Knocking On Heaven’s Door“ und Rod Stewards „I’m Sailing“ interpretiert. „The Gregorian Voices“ berühren und entführen den Zuhörer in die Welt der mittelalterlichen Klöster und zeigen, wie Gregorianik heute klingen kann.