Walldürn

Ortschaftsrat Rippberg Sanierung der Friedhofsmauern kostet 750 000 Euro / Genehmigung des Denkmalschutzamtes steht noch aus

Großprojekt soll im Frühjahr 2019 beginnen

Rippberg.Bei einer Besichtigung im Rahmen der Ortschaftsratssitzung erläuterte Bauamtsleiter Christian Berlin am Freitagabend auf dem Bergfriedhof die geplanten Maßnahmen zur Sanierung der Friedhofsmauern. Viel zu lange habe man mit den Arbeiten gewartet. „Die denkmalgeschützen Mauern müssen von der Stadt saniert werden“, sagte Berlin.

Dabei handele es sich um ein Großprojekt, das schnellstmöglich in Angriff genommen werden müsse. Da alle Mauern nach und nach saniert werden müssen, könne sich dies auf einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren erstrecken. Die Kosten bezifferte der Bauamtsleiter auf 750 000 Euro. Davon übernehme der Denkmalschutz 33 Prozent.

Mehrere Bauabschnitte

Wenn auch die Baugenehmigung des Denkmalschutzsamtes in Esslingen vorliege, wolle man spätestens im Frühjahr 2019 beginnen. Zunächst werde die Mauer im vorderen Eingangsbereich in Angriff genommen. Diese werde komplett auf acht Metern Länge abgetragen und anschließend neu aufgemauert. Hinter den Sandsteinen werde man mit geeignetem Befestigungsmaterial auffüllen. Im Vorfeld müsse aber der Grünwuchs vor, auf und hinter den Mauern entfernt werden. Die Kosten für diese Instandsetzung belaufen sich auf 100 000 Euro.

Diese Summe wird auch für eine weitere Mauersanierung im hinterem Teil des Friedhofs benötigt. Eine sogenannte Mauerwölbung nach außen befindet sich unterhalb des ehemaligen Privatfriedhofs der Firma Dossmann, der 2001 an die Stadt Walldürn übergegangen war. Auch dort müsse man vier Meter bis zur Sohle Erdreich abtragen, die Sandsteine entfernen, anschließend neu setzen und verfüllen.

Erforderlich sei dafür der Einsatz großer Baufahrzeuge. Berlin teilte auch mit, das wegen der Sanierung der obere Teil des Friedhofs nicht mehr belegt wird. Dem Vorhaben habe der Ortschaftsrat einstimmig zugestimmt.

Mit dem Fischereipachtvertrag beschäftigten sich die Ortschaftsräte im weiteren Verlauf der Sitzung. Zum Ende des Jahres laufen die Verträge der beiden Pächter von Eiderbach (Brücke Sporthalle bis Bachquelle) und Marsbach (Brücke Ortsmitte bis bayerische Grenze) aus. Hier habe man beschlossen, die Pachtverträge von der Stadt Walldürn überarbeiten zu lassen und anschließend für Rippberg und Hornbach öffentlich auszuschreiben.

Treppen gesperrt

Weiter informierte Ortsvorsteher Wolfgang Stich, dass man die Zugangstreppe zum Friedhof und eine Treppe im Mittelteil des Friedhofs wegen Sanierungsarbeiten habe sperren müssen.

Er hoffe, dass die Treppen bis Allerheiligen freigegeben werden können. Die neue Verkleidung des Geräteschuppens des Bauhofs Rippberg und die Ausbesserung von Kanaldeckeln auf der B 47 sei bereits abgeschlossen.

Ferner habe die Ortschaftsverwaltung zusammen mit der Grundschule auf den Gemeindeobststreuwiesen Äpfel aufgelesen und zum pressen auf den Schlempershof gebracht. Dort hätten die Grundschulkinder zuschauen können, wie Apfelsaft hergestellt wird. hape