Walldürn

CDU-Gemeinderatsfraktion Auswirkungen von geplanten Windrädern auf den Walldürner Verkehrslandeplatz diskutiert

Gutachten zur Flugsicherheit soll Klarheit bringen

Archivartikel

Walldürn.Die CDU-Stadträte im Walldürner Kommunalparlament haben keine Einwände gegen den Bau von Windrädern im Bereich des Gemeindeverwaltungsverbands. Jedoch dürfe der Bau von Windrädern nicht zu Einschränkungen für den Verkehrslandeplatz Walldürn führen. Auf diese Position hat sich die CDU-Gemeinderatsfraktion in einer Sitzung in Wettersdorf verständigt.

„Seit Jahren ist der Verkehrslandeplatz eine feste Einrichtung in der Region, ein Standortfaktor. Bestehendes darf nicht durch Neues eingeschränkt werden, darum geht es uns. Wenn beides zusammen funktioniert, das wäre die Ideallösung“, sagte Fraktionsvorsitzender Theo Staudenmaier. „Wenn man einen Rundflug macht und dabei den vorgesehenen Abstand beachtet, kann man die Bedenken der Flieger gut nachvollziehen“, ergänzten die Fraktionskollegen, die sich bei den Verantwortlichen des Verkehrslandeplatzes vor Ort erkundigt und bei einem Rundflug selbst ein von den geplanten Abständen gemacht hatten.

Über Tellerrand hinausschauen

Grund für die Diskussion der CDU-Fraktionsmitglieder war die angestrebte erneute öffentliche Auslegung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung von Vorrangflächen für Windräder im Bereich Kornberg/Dreimärker. Diese Auslegung mit erneuter Anhörung aller Betroffenen und Behörden würde zwar noch kein grünes Licht für den Bau neuer Windräder bedeuten, wäre jedoch in den Augen der CDU-Fraktion der zweite Schritt vor dem ersten. Zwar sei es der genormte Weg, den Flächennutzungsplan abzuschließen und im Nachgang im Rahmen der Bauanträge zu prüfen, ob der Bau von Windrädern in diesem Bereich ohne die Beeinträchtigung des Flugbetriebes möglich ist.

Nach Auffassung der CDU-Fraktion müsse man jedoch bereits bei der Flächennutzungsplanung über den Tellerrand hinausschauen und dürfe sich nicht blind in bürokratischen Mustern bewegen. Eine 2016 begonnene Flächennutzungsplanung weiter durchzuziehen, um im Nachgang womöglich festzustellen, dass das Gebiet aufgrund des Verkehrslandeplatzes nicht nutzbar ist, entspreche einem Vorgehen, das die CDU nicht mittragen könne. Die Fraktionsmitglieder fordern deshalb ein Gutachten, auf dessen Grundlage die zuständigen Behörden einen uneingeschränkten Fortbestand des Verkehrslandeplatzes bescheinigen.

Zwar würden einzelne, allgemeine Informationen sowie Studien und Normen zu den Themen Windkraft und Flugverkehr vorliegen, jedoch sei bisher von der zuständigen Behörde keine klare Stellungnahme dazu abgegeben worden, aus der hervorgehe, dass es keinerlei Beeinträchtigung für den Fortbestand des Verkehrslandeplatzes gibt.

„Wenn eine zuständige Behörde nach Einreichung aller Unterlagen augenscheinlich nicht in der Lage ist, eine klare Position zu diesem konkreten Fall zu beziehen, wie sollen dies dann ehrenamtlich tätige Stadträte“, fragen sich die CDU-Fraktionsmitglieder.