Walldürn

Vorstellungen im „Haus der offenen Tür“ Akteure des „Dürmer Theaterprojekts“ führten die Komödie „Der keusche Lebemann“ auf

„Happy End“ trotz mancher Schwindelei

Archivartikel

Walldürn.Vor rund 200 Zuschauern im ausverkauften Saal des „Hauses der offenen Tür“ hat das „Dürmer Theaterprojekt“ am Samstagabend das Stück „Der keusche Lebemann“, eine Komödie von Franz Arnold und Ernst Bach aufgeführt. Mit ihren schauspielerischen Leistungen bereiteten die zehn Akteure ihrem Publikum einen unvergesslichen Abend. Die Zuschauer wiederum belohnten die großartigen Leistungen der Protagonisten auf der Bühne immer wieder mit spontanem Szenenapplaus und einem langanhaltenden Schlussapplaus.

Groteske Situationen

Im Verlauf des Theaterstücks will Fabrikant Julius Seibold seine Tochter Gerty mit seinem Kompagnon Max Stieglitz verheiraten. Jedoch löst der etwas träge Max weder bei Gerty noch bei seiner Frau Regine große Begeisterung aus. Der Lebemann Heinz Fellner scheint der jungen Frau ein viel geeigneterer Kandidat zu sein. Um Max für Gerty interessanter zu machen, dichtet Julius Seibold diesem eine ausschweifende Vergangenheit und ein Verhältnis mit einer bekannten Schauspielerin an. Die Rechnung scheint aufzugehen. Aber als die Schauspielerin Ria Ray anlässlich der Vorführung ihres neuesten Films persönlich mit ihrem Verlobten Riemann auftritt, kommt es zum Eklat. Das Unheil nimmt seinen Lauf und es kommt zu grotesken Situationen und bringt Julius und Max in Erklärungsnöte.

Als Mitwirkende auf der Bühne wussten Erhard Lang als Fabrikant Julius Seibold, Rita Müller als dessen Ehefrau Regine Seibold, Heike Hefner als Tochter Gerty Seibold, Markus Mechler als Max Stieglitz (Kompagnon von Julius Seibold), Kurt Scheuermann als Lebemann Heinz Fellner, Karin Galm als Wally (Freundin von Tochter Gerty), Andrea Kehl als Schauspielerin Ria Ray, Bertram Günther als Walter Riemann (Verlobter von Schauspielerin Ria Ray), Denise Günther als Dienstmädchen Anna und Erich Kozickyi als Droschkenkutscher zu gefallen. Als Moderatorin in den Pausen zwischen den drei Akten fungierte Gerda Schmidt und als Souffleusen Birgit Bleifuß und Birgit Lang. Für Bühnenbau und Technik waren Wolfgang Nau und die Mitglieder des Theaterprojekts zuständig, für den Plakatentwurf und das Bühnenbild Erhard Lang und Wolfgang Nau, für die Werbung im Vorfeld der fünf Aufführungen Karin Galm und Bertram Günther.

Zu Beginn der zweiten von insgesamt fünf Vorstellung hatte Bertram Günther am Samstagabend aufgezeigt, dass der Dreiakter „Der keusche Lebemann“ die elfte Aufführung des „Dürmer Theaterprojekts“ seit dem Jahr 2002 ist, und dass das gleiche Stück vor 30 Jahren von der damaligen Laienspielgruppe Walldürn schon einmal aufgeführt worden war. Zum Abschluss der Vorstellung war es ihm vorbehalten, dem begeisterten Publikum zusammen mit Erhard Lang die zehn Akteure auf der Bühne und die fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen vorzustellen. ds