Walldürn

Feuerwehr Walldürn-Stadt Abteilung musste 2017 insgesamt 69 Mal ausrücken / Zehn Mitglieder befördert

„Hohes Ansehen in der Bevölkerung“

Archivartikel

Die Feuerwehrabteilung Walldürn-Stadt hatte einiges zu tun im vergangenen Jahr. Im Vordergrund der Jahreshauptversammlung stand auch die Ehrung zweier treuer Mitglieder.

Walldürn. Zusammengerechnet seit 110 Jahren halten die beiden Oberlöschmeister Bruno Neckermann und Karl Kuhn der Feuerwehrabteilung Walldürn-Stadt die Treue. Die Ehrung der beiden langjährigen Mitglieder stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitagabend im Feuerwehrgerätehaus. Neckermann, seit 50 Jahren Mitglied, und Kuhn, der bereits seit 60 Jahren der Wehr angehört, erhielten von der Stadt und der Abteilungsleitung eine Urkunde sowie ein Präsent für ihr Jubiläum.

Mitgliederanzahl liegt bei 108

Nach der Begrüßung durch den Abteilungskommandanten Matthias Meidel folgte der Rückblick von Schriftführer Markus Stäudinger. Die Abteilungswehr bestand 2017 aus insgesamt 108 Mitgliedern, so Stäudinger. Dazu gehörten 13 Doppeldienstleistende aus den Abteilungen Gottersdorf, Hornbach, Rippberg und Wetterdorf sowie aus Buchen und Hardheim. Aktiven Dienst leisteten durchschnittlich 30 Mitglieder der aus 56 Mitgliedern bestehenden Einsatzabteilung. Die Altersmannschaft zählte 20 Floriansjünger, die Jugendwehr 17 und die Kinderfeuerwehr 13.

Neben den 17 Ausbildungen sowie mehreren Sonderdiensten für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Gruppen- und Zugführer sprach der Schriftführer mehrere besondere Einsätze an. Im Einsatz sei die Wehr unter anderem beim Weltrekordversuch der Wohnmobil-Konvois gewesen und beim Blumen- und Lichterfest. Insgesamt 69 Mal wurde die Abteilung Walldürn-Stadt gerufen, darunter zu unter anderem 18 Brandeinsätzen und 28 technischen Hilfeleistungen. Besonders erwähnt wurden von Stäudinger auch die Beteiligung an der Großübung des Neckar-Odenwald-Kreises mit dem Namen „Final Destination III“, die gemeinsam mit den Abteilungen Wettersdorf und Gerolzahn durchgeführte Frühjahrsübung bei der Firma Inox-Color in Walldürn, die erstmals in Walldürn durchgeführte „Heiße Ausbildung“ mit über 100 Feuerwehrkameraden aus dem gesamten Landkreis, der Jahresausflug nach Fulda, der Besuch der Brauerei in Hirschlanden sowie die Weihnachtstanz-Veranstaltung.

Jugendwart gewählt

Die Jugendfeuerwehr berichtete anschließend über ihre erbrachten Leistungen: An 35 Dienstabenden kam die Gruppe mit ihren 17 Mitgliedern zusammen. Die Kinderfeuerwehr – bestehend aus 13 Mitgliedern – traf sich insgesamt 34 Mal. Beide Abteilungen waren unter anderem beim verkaufsoffenen Sonntag im Frühjahr und Herbst aktiv sowie beim Blumen- und Lichterfest. Die Kinder und Jugendlichen unternahmen auch Ausflüge wie den Besuch des Dreiländer-Treffens in Weiten-Gesäß, einem Ortsteil im südhessischen Michelstadt. Ende 2017 wurden Andreas Hefner zum Abteilungsjugendwart, Manuel Seyfried zu dessen Stellvertreter, Chantal Meidel zur Jugendsprecherin sowie Julian Gramlich, Stefan Gramlich, Lukas Hefner, Sebastian Lausch und Peter Macht zu weiteren Mitgliedern des Jugendausschusses gewählt.

Dem nachfolgenden Kassenbericht von Hermann Gaukel bestätigten die Kassenrevisoren Tobias Hilscher und Thomas Kaiser eine einwandfreie Buchführung. Die von Bürgermeister Markus Günther beantrage Entlastung für den Kassenbericht sowie für die Abteilungsleitung wurde einstimmig erteilt.

Intaktes Vereinsleben gelobt

Günther dankte der Einsatzabteilung Walldürn-Stadt für das im Jahr 2017 ehrenamtlich geleisteten Engagement und den Dienst in den vielfältigen Einsatzbereichen. Er lobte das intakte Abteilungsleben, die rege Ausbildungstätigkeit, die „hervorragende Jugendarbeit sowie die Leistungsbilanz mit den 69 Einsätzen“. Nach wie vor genieße die Abteilungswehr aufgrund der Tatsache, dass sie alle Aufgaben und Einsätze stets erfolgreich meistere, großes Ansehen bei der Walldürner Bevölkerung.

Mit ihrem fachlich fundierten sowie stets sehr besonnenen Auftreten habe die Wehr das Bild und das Image der Stadt Walldürn positiv nach außen getragen. Sie stelle ein echtes Aushängeschild der Stadt dar, betonte Günther. Darüber hinaus engagiere sie sich vorbildlich für das soziale und kulturelle Miteinander innerhalb der örtlichen Gemeinschaft.

Atemschutzzentrum geplant

Stadtkommandant Sascha Dörr r informierte danach noch kurz über Einsatzstatistik der Gesamtfeuer-wehr Walldürn, ehe Stadtoberverwaltungsrat Helmut Hotzy noch einmal auf das Geschehen in 2017 einging. Er erwähnte unter anderem den Neubau der drei Löschwasserbehälter, das neue Tanklöschfahrzeug und die Verhandlungen mit dem Landkreis wegen der Finanzierung eines Atemschutzzentrums. In diesem Jahr seien ein Feuerwehrbedarfsplan, ein Mannschaftstransportwagen für die Altheimer Wehr und der Neubau des Bürger- und Feuerwehrgerätehauses Gerolzahn geplant.

Schließlich wurden dann noch zum Abschluss der Versammlung Sascha Dörr zum Oberbrandmeister, Tobias Hilscher zum Hauptfeuerwehrmann, Florian Gramlich, Maikel Hartmann, Fabian Keller, Boris Kößler, Clemens Heffner sowie Dennis Meidel jeweils zum Oberfeuerwehrmann, und Erik Macht und Nicole Seyfried zum Feuerwehrmann befördert. Bürgermeister Markus Günther, Abteilungskommandant Matthias Meidel und Stadtkommandant Sascha Dörr übernahmen die Übergabe der Urkunden.

Meidel ging am Ende in einem kurzen Ausblick noch auf die kommenden Termine wie die Teilnahme am Drei-Länder-Treffen der Feuerwehren in Langenelz vom 14. bis 22. Juli ein.