Walldürn

Motorradclub Walldürn Sommerfest anlässlich des 40-jährigen Bestehens / Blick in die Vereinsgeschichte

„Hot Wheels“ feiern Jubiläum

Archivartikel

Mit viel Kraft, Ideen und Engagement haben die Mitglieder des Motorradclubs „Hot Wheels“ ihren Verein in den zurückliegenden 40 Jahren zu einer festen Größe in Walldürn gemacht.

Walldürn. Sein 40-jähriges Bestehen feiert der Motorradclub „Hot Wheels“ Walldürn am Samstag, 28. Juli, ab 15 Uhr mit einem Jubiläums-Sommerfest auf dem vereinseigenen Gelände auf dem Auerberg. Im Mittelpunkt steht neben dem Festbetrieb eine Ausstellung mit aktuellen Motorrädern und Oldtimern.

Gegründet wurde der Motorradclub „Hot Wheels“ am 30. August 1978 durch eine kleine Motorrad-Clique mit viel Enthusiasmus im Gasthaus „Zum Schinderhannes“. Seither hat sich der Verein zu einer festen Größe in Walldürn entwickelt. Gründungsmitglieder waren damals Walter Böhrer, Peter Englert, Albert Leis, Michael Leis, Siegfried Reinhard, Walter Rubey, Reiner Sämann, Jürgen Schneider, Rainer Schneider, Udo Schneider und Friedbert Stumpf.

Schwierige Anfangsjahre

Vor allem in den Anfangsjahren war der Motorradclub immer wieder mit vielen Vorurteilen und kritischen Anmerkungen wie etwa „Raser“, „Rowdies“, „Krawallmacher“ konfrontiert. Diesen Vorurteilen trotzten die Mitglieder jedoch erfolgreich, was den Zusammenhalt im Verein nur noch weiter stärkte. Die Clubmitglieder wollten von Anbeginn immer nur eines: Motorradfahren und Spaß haben. Bis zum heutigen Tag ist das so geblieben.

Durch den Besuch zahlreicher Motorradtreffen schuf sich der Walldürner Verein allmählich einen guten Namen und legte damit den Grundstein für das erste eigene große Motorradtreffen im Jahr 1979 im Hornbacher Tal. Es folgten neun weitere Treffen, an denen jeweils bis zu 2000 Motorradfreunde aus der ganzen Bundesrepublik teilnahmen.

Als weitere Meilensteine im Verlauf der zurückliegenden 40 Jahre sind der Bau des Clubheims am damaligen Stadtrand am „Franzle Weg“ hinter dem Schul- und Sportzentrum Auerberg im Jahr 1982, der Zusammenschluss mit der Motorrad-Clique „Brillos“, die Bewirtung der Teilnehmer an den sogenannten „Six Days“ beziehungsweise an der Enduro-Weltmeisterschaft zusammen mit dem Flugsportclub Odenwald Walldürn im Jahr 1989, die spektakuläre Teilnahme an den Fastnachtsumzügen und die oftmaligen Auftritte bei den Prunksitzungen in der Nibelungenhalle bis zum Jahr 2006, die einstige langjährige Mitorganisation des „Fischerstechens“ im Freibad, die Hammeltanz- und Mai-Tanz-Veranstaltung bis zum Jahr 2011, die „Büchsenparty“ und die in den Jahren 2001 und 2002 zusammen mit dem MSC Walldürn auf dem Parkplatz hinter der Nibelungenhalle veranstalteten Pocket-Bike-Rennen.

Mehrtägige Ausfahrten

In den vergangenen zehn Jahren wurde es um die Walldürner Biker etwas ruhiger. Dennoch richteten die Clubmitglieder traditionelle Veranstaltungen wie die „Büchsenparty“, das Oktoberfest, die sonntäglichen Ausfahrten in den Sommermonaten sowie mehrtägige Ausfahrten überwiegend in den Alpenraum und nach Sardinien sowie im vergangenen Jahr in die USA, regelmäßige Clubtreffs sowie die Benefizveranstaltungen zugunsten der an der Augenkrankheit „Retinitis Pigmentosa“ erkrankten Tara Scheuermann im Jahr 2012 und des in Folge eines Motorradunfalls querschnittsgelähmten Julian Schmitt im Jahr 2015 aus.

Maßgeblichen Anteil am regen Vereinsleben hatten vier Jahrzehnte lang die jeweiligen Vorstandsmitglieder. Im Jubiläumsjahr gehören dem Führungsgremium Gerd Hauk, Hubertus Gaukel und Siegfried Reinhard (Vorstandsteam), Jan Reinhard (Schatzmeister), Michael Weinmann (stellvertretender Schatzmeister), Thomas Farrenkopf (Schriftführer), Jonas Bundschuh und Philipp Kuhn (Gerätewarte und Clubheimbeauftragte) sowie Patrick Sack, David Berberich und Joachim Baumann (Beisitzer) an.

Aber auch die vielen aktiven Mitglieder haben in den zurückliegenden 40 Jahren mit ihrer Kraft, ihren Ideen und ihrem Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass der Motorradclub „Hot Wheels“ Walldürn zu dem geworden ist, was er heute darstellt: Zu einem erfolgreichen Verein, der aus dem Stadtgeschehen so schnell nicht wegzudenken ist.

Nach wie vor treffen sich die Mitglieder jeden Mittwoch im Clubheim und bilden gemäß der Prämisse „Miteinander und füreinander“ eine feste Gemeinschaft. ds