Walldürn

In der Sparkasse Informationsabend zum Thema Bauen

Immobilien-Nachfrage groß

Archivartikel

Walldürn.Aufgrund der aktuellen Niedrigzinspolitik wird das Geld derzeit verstärkt in Immobilien sowie deren Renovierung und Modernisierung investiert. In seiner Begrüßung beim Informationsabend in der Sparkassengeschäftsstelle Walldürn brachte Sparkassendirektor Martin Graser zum Ausdruck, dass die Nachfrage nach Immobilien insgesamt sehr groß sei.

Das komplizierte Genehmigungsverfahren erläuterte Walldürns Stadtbaumeister Christian Berlin. Bis ein Bebauungsplan fertig sei, gingen rund fünf Jahre ins Land. Ein Zeitraum, der die rund 30 Zuhörer ins Staunen versetzte. Das Neubaugebiet „Lindig“ in Walldürn verfüge über 24 Bauplätze, davon seien bereits 14 verkauft.

Dies belege deutlich die aktuell hohe Nachfrage, betonte Berlin. Das Baugebiet „Gütleinsäcker III“ in Altheim weise 23 Bauplätze aus und davon seien 17 zwar nicht verkauft, aber reserviert. Vor diesem Hintergrund der großen Nachfrage bemühe sich die Stadt Walldürn schnellstmöglich neue Bauplätze zu erschließen. Das heißt, wer neu bauen will, muss ausreichend Geduld haben. Der jeweilige Stand des umfangreichen Genehmigungsverfahrens ist über das Internet bei der Genehmigungsbehörde „Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn“ zu erfahren.

Tipps zum sinnvollen Energiesparen gab es vom Bezirksschornsteinfegermeister und Gebäude-Energieberater (HWK) Georg Müller, der auch im Namen seines Kollegen, Harald Kausch, referierte. Er erklärte, welche Energieeinsparungen bei Neubauten und der Sanierung von Bestandsimmobilien gemäß den zahlreichen Vorschriften erreicht werden müssen, um eine Förderung der KfW-Bank überhaupt zu bekommen.

Wie Bau- und Sanierungswillige schlussendlich Fördergelder und Kredite bekommen, erläuterten abschließend der Abteilungsleiter Baufinanzierung Andreas Schulze und die Baufinanzierungsberater Ines Wendt und Peter Bleifuß von der Sparkasse. Dabei gelte das sogenannte Hausbank-Prinzip: „Die KfW stellt die genehmigten Darlehen nicht unmittelbar und direkt dem eigentlichen Darlehensnehmer, sondern im Wege der Refinanzierung zunächst der Hausbank zur Verfügung“.

Der Förderantrag sei laut Schulze demnach auf dem dafür vorgesehenen Antragsformular bei der Sparkasse zu stellen. Mit dem Bau- oder Sanierungsvorhaben dürfe bei Antragsstellung allerdings noch nicht begonnen worden sein.

Welche Konditionen bei Neubauten nach den aktuellen KfW-Standards gelten, zeigte Peter Bleifuß auf. Bei besonders energiesparenden Neubauten seien, neben günstigen Zinskonditionen, sogar noch Tilgungszuschüsse zwischen fünf und 15 Prozent für den Bauherren drin.

Die Sparkasse Neckartal-Odenwald sei auch in diesem Jahr aufgrund ihrer Beratungsqualität von der Landesbank Baden-Württemberg erneut als „Premiumpartner Förderfinanzierung“ ausgezeichnet worden.