Walldürn

„Hochzeitswäldchen III“ Pflanzaktion der Stadt Walldürn fand regen Anklang / Tradition wurde wiederbelebt

Ja-Wort mit Patenschaft bekräftigt

Eine Tradition ist in Walldürn wiederbelebt worden: 49 Brautpaare pflanzten am Samstag ihren ganz eigenen Hochzeitsbaum in der Nähe des Höpfinger Wäldchens.

Walldürn. Nach zwei Jahren Pause ist es soweit: Die Stadt Walldürn hat wieder ein „Hochzeitswäldchen“, in dem fleißig gepflanzt wird. 49 Brautpaare fanden sich am Samstag in der Nähe des Höpfinger Wäldchens zusammen, um die Patenschaft für einen Baum zu übernehmen und diesen zu pflanzen.

Buche, Eiche, Elsbeere, Hainbuche, Kirsche, Schattenmorelle, Speierling, Volks- und Wildapfel standen zur Auswahl und werden künftig das „Hochzeitswäldchen III“ schmücken. Die 1999 vom Biotopschutzbund ins Leben gerufene Aktion fand in den vergangenen Jahren stets eine große Resonanz bei den Brautpaaren der Gemeinde. Von 1999 bis 2007 wurden über 150 Bäume von Paaren gepflanzt, die den Bund der Ehe eingegangen waren.

Ausreichend Platz gesucht

Da die Kapazität dieses ersten „Hochzeitwäldchens“ mit der Pflanzaktion im Jahr 2007 erschöpft war, entschloss sich die Stadt daraufhin, ein zweites „Hochzeitswäldchen“ anzulegen. Dieses liegt in Richtung Waldstetten an der Kapelle der „Walldürner Höhe“ in der Nähe der sogenannten „Mondlandschaft“. Nachdem auch der zweite Wald im Jahr 2015 an die Grenze seiner Aufnahmefähigkeit angelangt war, begann erneut die Suche nach einem neuen Standort. Da die Verantwortlichen kein geeignetes Grundstück fanden, fiel die traditionelle Aktion in den vergangenen beiden Jahren aus. Erste Ende des letzten Jahres gelang es, im Einvernehmen mit einigen Landwirten in der Nähe des „Höpfinger Wäldchens“ einige Grundstücke im Tausch mit Grundstücken der Stadt zu erwerben.

Da sich die Anzahl der seit September 2015 bis Ende 2017 in Walldürn getrauten Ehepaare zwischenzeitlich auf über 100 aufsummiert hatte, entschloss man sich vonseiten der Verwaltung, die Pflanzaktion in diesem Jahr im neuen „Hochzeitswäldchen III“ auf zwei Samstage hintereinander zu verteilen. Am vergangenen Samstag waren zunächst alle Ehepaar dran, die im Zeitraum 1. September 2015 bis 31. August 2016 geheiratet haben. Am kommenden Samstag, 14. April, folgen diejenige, die sich zwischen dem 1. September 2016 und dem 31. Dezember 2017 das Ja-Wort gegeben haben. Der Biotopschutzbund Walldürn ist bei dieser Aktion künftig nicht mehr dabei, so dass die Stadt Walldürn in Eigenregie übernimmt.

Vor 19 Jahren ins Leben gerufen

Wie Bürgermeister Markus Günther bei frühlingshaftem Wetter und strahlendem Sonnenschein im neuen „Hochzeitswäldchen III“ erfreut feststellte, waren es insgesamt 49 Brautpaare, die in Walldürn den Bund fürs Leben schlossen und sich spontan bereiterklärten, eine Baumpatenschaft zu übernehmen. Günther erklärt erfreut, dass diese Aktion nunmehr bereits seit 19 Jahren mit großem Erfolg durchgeführt werde und somit zu einer schönen Tradition geworden sei.

Den Männern vom Städtischen Bauhof dankte er für die hervorragende organisatorische Vorbereitung und die erfolgreiche Durchführung dieser Baumpflanzaktion. Abschließend sprach Bürgermeister Günther noch den Wunsch und die Hoffnung aus, dass die Aktion „Walldürner Hochzeitswäldchen“ auch künftig weiter fortgesetzt und erfolgreich durchgeführt werde. Nach dieser kurzen Ansprache händigte er allen an der diesjährigen Baumpflanzaktion beteiligten Brautpaaren jeweils eine Patenschafts-Urkunde mit folgendem Wortlaut aus: „Der Umweltschutz ist eine Verpflichtung gegenüber den kommenden Generationen. In dieser Verantwortung für eine bessere Umwelt haben sich die an der Brautpaar-Baumpflanzaktion beteiligten Walldürner Brautpaare durch die Übernahme einer Patenschaft für einen Baum im Walldürner Hochzeitswäldchen verdient gemacht. Als Dank für die Spende und zur Erinnerung an die Pflanzung wird ihnen diese Urkunde verliehen“.

Baum gepflanzt

Nach der Übergabe nahmen die Brautpaare mit Unterstützung der Männer vom Bauhof die Pflanzung ihres „persönlichen Hochzeitsbaumes“ vor.