Walldürn

Ritterorden bei Prozession Komturei Walldürn war in Würzburg / Bischof Dr. Jung zelebrierte Pontifikalamt

Kiliani-Wallfahrt eröffnet

Walldürn/Würzburg.Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Komturei Walldürn, war bei einer Reliquienprozession in Würzburg. Dort wurde feierlich die Kiliani-Wallfahrt eröffnet. Mit dabei war der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, die Komtureien St. Kilian Würzburg und St. Bonifatius Walldürn.

Die Geschichte der Kiliani-Wallfahrt begann im Jahr 788, als im Beisein von Karl dem Großen die Reliquien in den über der Fundstelle errichteten Dom überführt wurden. Bereits seit dem 8. Jahrhundert gilt der 8. Juli als Festtag des Frankenapostel.

Der Sage nach stammt Kilian aus einer vornehmen iroschottischen Familie und erhielt die in jener Zeit üblichen Weihen, nachdem er im Kloster erzogen wurde. Im Gebiet um Würzburg begann er mit Kolonat und Totnan den Heiden die frohe Botschaft zu verkünden. Herzog Gosbert, der der Fürst des Landes ließ sich taufen und unterstützte Kilians Missionswerk. Da er von Gosbert verlangte sich von seiner Frau zu trennen, da er entgegen den Kirchengesetzen mit ihr zusammenlebte, wurde er in ihrem Auftrag um 689 zusammen mit seinen Gefährten heimlich ermordet. Kilian wird meist in seiner Amtskleidung als Bischof von Würzburg mit Mitra, Stab, Schwert und Palme dargestellt. Er ist der Schutzheilige der Städte Würzburg und Heilbronn und der Winzer.

1127 wurde unter Bischof Embricho der Brauch, dass die Pfarreien aus dem ganzen Bistum in Prozessionen alljährlich das Grab der Märtyrer besuchen auf acht Tage ausgedehnt. Der Kilianimarkt- und die Kilianimesse entstanden im Laufe der Zeit, da einmal im Jahr die Pilger nach Würzburg kamen. Seit 2007 findet die Reliquienprozession von der Pfarrkirche St. Burkard über die alte Mainbrücke durch die Domstraße in den Kiliansdom statt.

Päpstlicher Laienorden

Das Pontifikalamt wurde erstmals vom neuen Würzburger Bischof Dr. Franz Jung, dem emeritierten Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Weihbischof Ulrich Boom und Gästen aus Irland zelebriert.

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Laienorden, welcher aus der spätmittelalterlichen Pilgerbewegung entstanden ist. Als Gründungsjahr des heutigen Ritterordens vom Heiligen Grab wird das Jahr 1868 angesehen. Der Ritterorden hat mittlerweile 30 000 Mitglieder weltweit, davon 1460 in Deutschland. Der Orden ist in 58 Statthaltereien in verschiedenen Ländern unterteilt. Die Statthaltereien sind wiederum in Provinzen und dieser in Komtureien unterteilt.

Die Deutsche Statthalterei besteht aus sechs Ordensprovinzen und diese sind in 38 örtliche Komtureien aufgeteilt. Die Komturei St. Bonifatius Walldürn ist eine der kleineren Komtureien, welch 1985 gegründet wurde und im Herbst ihr 35-jähriges Bestehen feiern kann. En