Walldürn

In Feierstunde Heinrich Hennig kündigt bei Bundesverdienstkreuzverleihung seinen Abschied als Ortsvorsteher an

„Kommunalpolitik kann auch Spaß machen“

Walldürn/Neusaß.Zahlreiche Grußredner gratulierten Ortsvorsteher Heinrich Hennig zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Im Namen der Ortsvorsteher im Stadtgebiet Walldürn sagte Hubert Mühling aus Altheim, Hennig habe sich, auch wenn er zum 70. Geburtstag bereits einen Ruhesessel bekommen habe, zu keiner Zeit ausgeruht, sondern seine Themen konsequent und beharrlich angegangen. Er sei „ein Phänomen, was die Durchsetzung von Zielen“ angehe und ein „patriotischer Kämpfer in der Sache und zum Wohl der ganzen Stadt“.

„Die besten Pferde spannt man vor den Karren“, so urteilte der stellvertretende Ortsvorsteher Kurt Meidel über die Besetzung des Ortsvorsteherpostens von Glashofen-Neusaß-Gerolzahn. Er würdigte den vielfältigen Einsatz Hennigs und überreichte eine große Holzkiste mit Süßigkeiten.

„Zum Diplomaten hochgearbeitet“

Der frühere Leiter der Standortverwaltung Walldürn, Ernst Dauth, äußerte, dass sich Heinrich Hennig vom ursprünglichen Revolutionär zu einem Diplomaten hochgearbeitet habe. Ohne die Unterstützung seiner Frau Käthe wäre das vielfältige Engagement nicht möglich gewesen. Ihr und der Familie galten seitens der Redner ebenfalls Worte des Dankes.

In seinem Schlusswort blickte Heinrich Hennig in manch amüsanter Anekdote auf seine jahrzehntelange Arbeit in der Kommunalpolitik und weiteren Ehrenämtern zurück. Besonders dankte er allen Weggefährten, die Projekte mitgestaltet und mitgetragen haben. „Wenn nicht so viele ihren Beitrag dazu beigesteuert hätten, wären wir nicht so weit gekommen“, verdeutlichte Hennig. „Kommunalpolitik kann auch Spaß machen“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu und ließ keinen Zweifel daran, dass manchmal auch eine gewisse Schlitzohrigkeit und „jugendlicher Leichtsinn“ mit am Werk waren. Auch wenn mancher sich über ihn geärgert habe, so solle man vieles nicht so dramatisch sehen. Sachliches dürfe nicht ins Persönliche abdriften.

Zugleich verkündete Heinrich Hennig einen Schritt, der ihm nicht leichtfällt: Im kommenden Jahr wird er sich aus der Kommunalpolitik und als Ortsvorsteher verabschieden.

Persönlicher Austausch

Der offizielle Teil der Feier endete mit dem eifrig mitgesungenen „Badner Lied“, das vom Klarinettenduo Stefan Herzog und Jan König von der Musikschule Walldürn begleitet wurde, welches den Abend musikalisch gestaltete. Bei einem anschließenden Stehempfang gab es die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit dem Geehrten und zu angeregten Gesprächen mit den Gästen. mira