Walldürn

Ausstellung in Mosbach eröffnet Werke des Walldürner Künstlers Hans-Dieter Müller sind bis 5. Oktober zu sehen

„Kulturelle Vielfalt“ im Landratsamt

Bilder und Skulpturen des Walldürner Künstlers Hans-Dieter Müller sind seit Donnerstag im Landratsamt Mosbach zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel „Kulturelle Vielfalt“.

Walldürn/Mosbach. Diese Vielfalt mit dem Untertitel „Kunst in Formen und Farben“ gibt Einblicke in das vielfältige Schaffen Müllers. Der Künstler zeigt sich dabei vielseitig und variabel bei seinen Techniken in der Entstehung der Bilder und Skulpturen. Die künstlerische Bandbreite reicht von Aquarellen, Acrylbildern und Collagen bis hin zur Verarbeitung von Speckstein, Holz und Metall.

„Freude am Experimentieren“

Landrat Dr. Achim Brötel sagte bei der Vernissage, kreative Menschen hätten keine Unordnung, sondern allenfalls überall Ideen herumliegen. Dass Hans-Dieter Müller geradezu vor Ideen sprühe, zeige diese Ausstellung. „Sie lassen sich nämlich augenscheinlich nicht auf eine bestimmte künstlerische Richtung verengen, sondern haben spürbar Freude gerade auch am Experimentieren mit neuen Materialien, mit Flächen, mit Linien, vor allem aber auch mit Farben.“

Unterschiedliche Materialien

Aquarelle, Acrylbilder und Collagen sind zu sehen, dazu kommen Skulpturen aus Holz, Speckstein und Metall. Ganz unterschiedliche Materialien und vor allem auch völlig unterschiedliche Techniken.

„Gerade da liegt aber auch ihre besondere Stärke. Kreativität ist eben, was man daraus macht. Und sie tun das in einer wirklich beeindruckenden Vielfalt. Nicht umsonst heißt diese Ausstellung ja auch ,Kreative Vielfalt’“.

Insgesamt 25 Bilder und neun Exponate seien im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des Landratsamtes zu sehen. „Die Ausstellung ist ein Querschnitt durch ihre ganz persönliche kreative Vielfalt“, so der Landrat weiter.

Imanuel Malich führte in die Ausstellung ein, ging auf einzelne Werke des Künstlers ein. „Wenn wir ein Bild oder eine Skulptur betrachten, wartet eine Falle: Die des Vergleichs“, sagte Malich. Nämlich des Vergleichs mit den Werken anderer Künstler. Das könne zur vorschnellen Einordnung oder Wertung verleiten. Beides sei irgendwann hilfreich, wenn es um Kunstgeschichte geht. „Doch begegnen wir erstmalig den Werken eines Kunstschaffenden halten wir inne. Wir stehen vor einem Bild und verharren.“ Die Werke stellen Ansprüche, einer davon: „Ich möchte, dass Du Dir Zeit nimmst.“

Mit dem Betrachten der Linien, den Farbverläufen, den Kontrasten oder dem Kampf der Farben beginne eine Zwiesprache – zwischen dem Betrachter und dem Bild. „Manchmal ist es nur eine oberflächliche Plauderei, ein belustigtes Schweigen, ein empörter Widerspruch oder Betroffenheit.“

Diese Zwiesprache habe Hans-Dieter Müller schon als Jugendlicher gesucht, und sie habe ihn sein ganzes künstlerisches Leben begleitet. Beim Malen, der Holzschnitzerei, dem Arbeiten mit Holz, Glas oder Metall. „Eindrücke sammeln“ – das würde Müller wohl auf die Frage, wie seine Bilder entstehen, antworten. Diese Eindrücke würden sich dann kanalisieren, verteilen und sich dann eine Bildvorstellung entwickelt. Wobei nicht jedes Werk auf Anhieb gelingt. „Es ist ein Ringen, manchmal siegt das Bild gegen den Willen seines Erzeugers. Dann weiß er: misslungen, aufhören, warten, noch mal ans Werk.“

Das zeichne Hans-Dieter Müller aus: „Er gibt nicht auf, sucht nach Neuem, will an seine Grenzen kommen. Wir wünschen ihm, dass die noch lange nicht erreicht sind. Und uns, die Zwiesprache halten mit seien Werken, dass uns der Gesprächsstoff nicht ausgeht.“

Anschließend gab es für die Besucher der Vernissage die Möglichkeit, sich bei einem Rundgang die Werke anzuschauen, wobei Hans-Dieter Müller gerne Erläuterungen zu Werk und Entstehungsgeschichte gab.