Walldürn

Gottesdienste an Ostern Viele Gläubige besuchten die Gottesdienste der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde

Leidensgeschichte Jesu stand im Mittelpunkt

Archivartikel

Walldürn.Die Ostergeschichte der Christenheit, der Weg Jesu Christi vom Verrat des Jüngers Judas Ischariot am Gründonnerstag über die Verurteilung und Kreuzigung am Karfreitag bis hin zur Auferstehung am Ostersonntag bewegte auch in diesem Jahr wieder in ganz besonderer Weise sehr viele Gläubige der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Walldürn. Ebenso wie die gläubigen Christen in aller Welt.

Dies dokumentierten wieder eindrucksvoll alle Gottesdienste in der Karwoche, an Gründonnerstag, am Karfreitag, an Karsamstag sowie an den beiden Osterfeiertagen, die alle gut besucht waren und in deren Mittelpunkt bei allen Ansprachen und Predigten vor allem immer wieder die Leidensgeschichte Jesu Christi stand.

In allen Gottesdiensten zeigten die Geistlichen im Verlauf ihrer Predigt immer wieder nachhaltig auf, dass die Feier der Karwoche und des Osterfestes für alle Christen das Zentrum ihres Glaubens ist, und dass für jeden gläubigen Christen auch heute noch die Leidensgeschichte Jesu Christi in Jerusalem die Erlösung der Menschen von allen irdischen Sünden bedeutet und gleichzeitig die endlose Liebe Gottes den Menschen gegenüber dokumentiert.

Sehr deutlich wurde von allen Predigern zum Ausdruck gebracht, dass aus der Feier der Geheimnisse um Tod und Auferstehung Jesu Christ jedem gläubigen Christen die innere Kraft für das Leben und den Alltag erwächst, und dass die gesamte Christenheit dieses Hochfest in würdiger Weise feiert, und damit etwas tut, was das ganze Leben eines jeden Christen ausmacht: „Bezeugen, dass der Gekreuzigte lebt!“

Sehr deutlich wurde von allen Geistlichen aufgezeigt, dass es bei jeglichem Christsein immer wieder um eine Frage von Leben und Tod, und ferner um die Glaubwürdigkeit der Zeugen geht. Ferner, dass es nach der Auferstehung Jesu Christi keine Unmöglichkeit mehr gibt, sondern dass gerade die Auferstehung sehr deutlich die „Zukunft und Hoffnung“ zeigt, die Gott den Menschen schenken will. Und schließlich wurde allen Kirchenbesuchern im Verlauf dieser Osterwoche immer wieder sehr deutlich klar gemacht, dass sich heute wie damals der auferstandene Gottessohn nur darin finden lässt, dass sich ein jeder Christ selbst von ihm ins Leben rufen lässt. Sehr deutlich wurden alle Kirchenbesuchern immer wieder mit der Aussage konfrontiert, dass der wahre Christ das Leben stets dort gewinnt, wohin ihn Gott schickt.

Ein erster kirchlicher Höhepunkt der Karwoche war der Gründonnerstag, an dem in der Wallfahrtsbasilika während der Gründonnerstagsliturgie am Abend der Kirchenchor „St. Cäcilia“ unter der Leitung von Chorleiterin Katrin Kirchgeßner verschiedene ein- und mehrstimmige Gesänge, instrumental begleitet auf der Dauphin-Orgel, zur Aufführung brachten. Die Evangelische Kirchengemeinde feierte den Gründonnerstag in Form einer Passionsandacht, die am Abend als Gottesdienst mit Abendmahlfeier stattfand.

Hoher Feiertag

Der Karfreitag wurde von der Evangelischen Kirchengemeinde als hoher kirchlicher Feiertag gefeiert, wobei ein Abendmahlgottesdienst mit Karfreitag-Predigt am Freitagvormittag im Mittelpunkt des Gottesdienstgeschehens stand. Die Katholische Kirchengemeinde beging den Karfreitag als Trauertag zur Erinnerung an die Kreuzigung Jesu Christi und zugleich als Fasten- und Abstinenztag. Dieser Tag stand ganz im Zeichen des Kreuzes, des Sühneleidens und des Sühnetodes Jesu Christi.

Die Osterliturgie am Karsamstagabend in der Basilika als Höhepunkt aller Liturgiefeiern dieser Tage begann mit der Weihe des Osterfeuers und der Osterkerze auf dem Wallfahrtsplatz. Mitgestaltet und kirchenmusikalisch feierlich umrahmt wurde diese Feier vom Jugendchor der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg mit der Aufführung der „Missa for You(th) von Tjark Baumann und verschiedenen Gospels. Zur Anrufung der Heiligen wurde die Allerheiligenlitanei von J. Becker gesungen. Nach der Homile fanden die Taufwasserweihe und die Tauferneuerung statt.

Nach dem Gottesdienst nahmen viele Gläubige das in der Kirche entzündete Osterlicht mit nach Hause. In dieser Nacht erreichte in der katholischen Kirche die Feier des Passahmysteriums ihren Höhepunkt in der Feier der Auferstehung des Herrn.

Das Osterhochamt am Hochfest der Auferstehung des Herrn am Ostersonntag in der Basilika wurde vom Kirchenchor „St. Cäcilia“, Solisten und einem Orchester, die gemeinsam Teile der Orgelsolo-Messe“ von Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung brachten, sowie von Organistin Katrin Kirchgeßner an der Orgel kirchenmusikalisch festlich umrahmt.

Viele auswärtige Gäste

In der Kirche „St. Marien“ wurde am Ostersonntag das Hochamt kirchenmusikalisch von der Frauenschola des Walldürner Singkreises umrahmt, die traditionelle Osterlieder und neue geistliche Lieder aus dem Gotteslob sang. Die Evangelische Kirchengemeinde hatte am Ostersonntag zu einem Familien-Ostergottesdienst eingeladen, in dessen Mittelpunkt die Osterpredigt sowie die Abendmahlfeier standen. Am Ostermontag fanden in der Basilika am Vormittag zwei Heilige Ämter sowie in der Kirche St. Marien ein Heiliges Amt statt, während sich in der Evangelischen Pfarrkirche die Gläubigen am Vormittag noch einmal zu einem feierlicher Gottesdienst einfanden, der vom Organisten kirchenmusikalisch festlich umrahmt und mitgestaltet wurde.

Alle Gottesdienste während der Ostertage waren durchweg gut besucht, zumal an allen Tagen auch viele auswärtige Gäste, Wallfahrer und Gottesdienstbesucher in Walldürn weilten. ds