Walldürn

Generalversammlung der Odenwälder Trachtenkapelle Der Musikverein blickte auf 2017 zurück / Mitglieder wurden geehrt

Leistungsschau bei der Höhentour

Archivartikel

Eine positive Bilanz wurde bei der Versammlung der Odenwälder Trachtenkapelle gezogen. Der Musikverein hatte eine Reihe von Auftritten bei diversen Veranstaltungen.

Walldürn. Berichte und Ehrungen standen auf der Tagesordnung der Generalversammlung des Musikvereins Odenwälder Trachtenkapelle im Gasthaus „Ritter/Akropolis“. Der Generalversammlung vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika zum Gedenken an alle verstorbenen Vereinsmitglieder, der von Stadtpfarrer P. Josef Bregula, OFM zelebriert und von der Odenwälder Trachtenkapelle kirchenmusikalisch umrahmt wurde.

Philipp Nothhelfer als Vorstand begrüßte zur Versammlung, die Tätigkeits- und Rechenschaftsberichte des Vorstands folgten. Schriftführer Patric Mackert sagte, die positive Weiterentwicklung des Musikvereins habe sich auch im vergangenen Vereinsjahr wiederum erfolgreich fortgesetzt.

Großer musikalischer Bogen

Die aktiven Musiker hätten 2017 38 Musikproben und im gleichen Zeitraum 22 musikalischen Veranstaltungstermine, Einsätzen und Auftritten wahrgenommen, deren Bogen sich von der musikalischen Umrahmung verschiedener Fastnachtsveranstaltungen über weitere musikalische Auftritte bei der Osterbrunnenweihe und der Einweihung des ZG-Baumarktes, diverse Ständchen bis hin zum Spielen von Weihnachtsliedern auf dem Weihnachtsmarkt, im Geriatriezentrum St. Josef und im Haus am Limes spannte. Erfreulicherweise konnten die Odenwälder wieder alle Termine im Bereich der Gottesdienstgestaltung aufnehmen.

Dirigent Meikel Dörr vermittelte einen Einblick in die Probearbeit und in die musikalische Einsatzfähigkeit der Trachtenkapelle, wobei er deutlich machte, das 2017 durch die verschiedensten Auftritte im Unterhaltungsbereich sowie die Wiederaufnahme der kirchlichen Auftritte geprägt war. Durch die Veränderung in der Besetzungsliste konnte man das neue geistliche Liedgut, den sogenannten Sakro-Pop, in die Gestaltung der Gottesdienste einfließen lassen. Die ersten Abendauftritte beim Pfedelbacher Schlossfest zeigten, dass die traditionelle Blasmusik aus dem Bereich des Böhmisch-Mährischen immer noch guten Anklang findet. Dass sich all die Mühen und Proben gelohnt hatten, werde durch die durchweg positive Resonanz der Auftraggeber deutlich gemacht. Sein Dank galt allen, die sich für den Musikverein engagiert haben.

Marcel Ditrich als Jugendvertreter berichtete über die Arbeit des Jugendausschusses sowie über die Nachwuchsarbeit und die Auftritte des Jungen Odenwälder Blasorchester mit seinen zehn aktiven Nachwuchsmusikern, über die 38 Proben und neun Auftritte, wie beim Sommerfest des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheims St. Kilian oder die Teilnahme am „5. Tag der Blasmusik“ in Bretzingen. Das Folgeprojekt sei bereits in Planung.

Schatzmeister Philipp Teichmann informierte über die finanzielle Entwicklung des Vereins. Hierbei berichtete er über die zukünftigen Neubeschaffungen von angepassten Trachten im Jahr 2018. Kassenrevisor Hubert Bethäuser, der die Vereinskasse zusammen mit Sandra Wörner einer Prüfung unterzogen hatte, bestätigte Schatzmeister Philipp Teichmann eine einwandfreie Kassenführung und empfahl der Versammlung die Entlastung des Schatzmeisters, die im weiteren Verlauf der Versammlung dann auf Antrag von Bürgermeister Markus Günther ebenso einstimmig erteilt wurde wie die Entlastung des Vorstands.

Vorstand Alexander Mackert sagte, 2017 sei ein sehr herausforderndes, aber auch spannendes Jahr gewesen. Im Vorstand seien einige Posten neu besetzt worden. Zufrieden könne er im Nachhinein sagen, dass diese Wechsel, vor allem auch im zwischenmenschlichen und fachlichen Bereich, sehr gut funktioniert hätten. Beim Stichwort Probebeteiligung appellierte der Vorstand und Vizedirigent, die freitägliche Probe wahrzunehmen, um auch weiterhin das musikalische Niveau halten zu können. Zum Schluss gab er einen Ausblick auf 2018. Ein Höhepunkt werde die Odenwälder Höhentour am 28. April sein. Hier werden die „Odenwälder“ in den Ortschaften Wettersdorf, Glashofen, Gerolzahn, Gottersdorf und Reinhardsachsen ihr musikalisches Know-how zur Schau stellen und vielleicht dem ein oder anderen zum Griff ans Instrument verhelfen.

Bürgermeister Markus Günther sagte, dass die Trachtenkapelle mit ihren klangvollen Auftritten der Walldürner Bevölkerung stets viel Freude bereitet. Ebenfalls bemerkte er die positive Arbeit und Entwicklung des relativ jungen Vorstands. Auf die 2019 stattfindende 1225-Jahrfeier der Stadt freut sich der Bürgermeister und sehe es positiv, dass sich der Musikverein die Gestaltung eines Jubiläums-Events auf seine Fahne geschrieben hat.

Pfarrer Karl Kreß übermittelte die Grußworte für die beiden Kirchengemeinden und sah in der Trachtenkapelle einen guten Verbündeten im Bemühen um ein harmonisches Kirchenleben. Er würdigte die stets gute und stets harmonische Zusammenarbeit und die geleistete musikalische Arbeit.

Anschließend wurde für die digitale Verwaltung des Vereins und der Mitgliederverwaltung die Nachwahl des EDV-Beauftragten in den Vorstand durchgeführt. Hier wurde Steffen Bethäuser von der Vorstandschaft vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

Leistungsabzeichen verliehen

Für überdurchschnittliches Engagement bei Proben und Auftritten geehrt wurden die drei aktiven Musiker Patric Mackert, Peter Mackert und Julian Bleifuß. Die Vereinsnadel in Silber für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Sandra Wörner. Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Alfred Dittrich, Harald Dunkel, Sebastian Dunkel, Gabriele Hagest, Roland Mohr und Volker Pahle geehrt. Zum Ende der Ehrungen erhielt der Jungmusiker Luis Kuhn das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze. Dieses hatte er im vergangenen November mit großem Erfolg abgelegt. ds