Walldürn

Technischer Ausschuss tagte Bauanträge und Arbeitsvergaben auf der Tagesordnung

Lückenschluss ist das Ziel

Walldürn.Bauanträge und Arbeitsvergaben standen auf der Tagesordnung der ersten öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt im Walldürner Gemeinderat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Markus Günther nach der Sommerpause im Besprechungsraum des Feuerwehrgerätehauses. Dem Bauantrag eines Antragstellers auf Errichtung von 25 Pkw-Stellplätzen als Ausstellungsfläche für den An- und Verkauf sowie die Vermietung von Kfz-Fahrzeugen auf einem Grundstück in der Neuen Altheimer Straße stimmten die Ausschussmitglieder zu. Dies unter der Maßgabe, dass der Stellplatzuntergrund befestigt sein muss.

Positiv beschieden wurde vom Ausschuss der Antrag der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG aus Waldenburg auf Einbau einer neuen Eingangs- und Schaufensteranlage, den Umbau Backvorbereitung und Pfandlager sowie für die Modernisierung am Gebäude und den Außenanlagen auf dem Grundstück in der Otto-Hahn-Straße. Die Firma will unter anderem vier zusätzliche Pkw-Stellplätze und eine freistehende Einkaufswagenbox auf dem Parkplatz anlegen.

Abgelehnt bei einer Enthaltung wurde der Antrag auf Errichtung von fünf Hundezwingern auf einem Grundstück in der Wettersdorfer Straße in Walldürn. Laut Bebauungsplan für das Gebiet ist ein solches Bauvorhaben dort nicht zulässig. Aus diesem Grunde versagte der Ausschuss die Zustimmung für das bereits errichtete Bauvorhaben.

Im Rahmen der Bauleitplanung zur Kenntnis genommen wurde die Information seitens des Stadtbauamtes über das Bebauungsplanverfahren „Röte“ mit Teilaufhebung des Bebauungsplanes „Röte 1“. Nach dem das Änderungsverfahren bald abgeschlossen werden kann, werde es nun erforderlich, entsprechend den Vorgaben der zuständigen Raumordnungsbehörde beim Regierungspräsidium Karlsruhe den Bereich Buchener Straße ab der Firma Metallwaren-Wohlfahrt bis zum Edeka planungsrechtlich so zeitnah wie möglich zu überarbeiten. In diesem Zusammenhang habe das Regierungspräsidium angeregt, die bisher ausgesparten Bauflächen im Bebauungsplan „Röte“ ebenfalls in diesen Bebauungsplan mit aufzu-nehmen. Vor allem möchten die Raumordnungsbehörde sowie der Regionalverband, dass eine geregelte Steuerung des Einzelhandels durch die Stadt Walldürn auch in diesem Gebiet erreicht wird. Somit wäre der geforderte Lückenschluss einer bauplanungsrechtlichen Steuerung des Einzelhandels durch die Bebauungspläne Gewerbe- und Sondergebiet „Spangel“, Gewerbe- und Sondergebiet „Röte“ sowie Gewerbe- und Mischgebiet „Buchener Straße“ gewährleistet. Das zu überplanende Gebiet hat eine Größe von circa 11,7 Hektar. Im Haushalt 2918 sind für Planungsleistungen entsprechende Gelder eingestellt. Die Verwaltung empfahl die Vergabe der Leistungen an das Büro IFK Ingenieure Partnergesellschaft aus Mosbach. Dem schloss sich der Ausschuss für Technik und Umwelt an, der Angebotspreis lag bei 19 492 Euro.

Bahnlinie wird gequert

Zustimmend zur Kenntnis genommen wurde die von Bürgermeister Günther im Wege einer Eilentscheidung getroffene Auftragsvergabe für die Verlegung eines Stromanschlusses für das Abwasser-Pumpwerk des Regenüberlaufbecken 1 (RÜB 1) „Im Barnholz“ an die Stadtwerke zum Angebotspreis von rund 15 998 Euro. Das Angebot beinhaltet die Tiefbau-, Lohn- und Materialkosten für den betriebsfertigen Stromhausanschluss einschließlich Panzersicherung. Der Übergabepunkt befindet sich in rund 160 Meter Entfernung an der Trafostation auf dem Anwesen Wohlfahrt. Hierfür muss die Bahnlinie gequert werden. Anteilige Kosten für die Bahnquerung sind von der Stadt Walldürn zu übernehmen. Der Stromanschluss ist Teil der Baukosten und ist im Haushalt 2018 finanziert. ds