Walldürn

Basilika Blitzeinschlag am Montag beschädigt Elektrik / Abendmesse fand im Dunkeln statt

Mehrere Steuergeräte durchgebrannt

Archivartikel

Walldürn.Der Lichtbogen am Montagabend über der Walldürner Innenstadt war kilometerweit sichtbar. Der Donnerhall wenig später ließ manchem Passanten den Schrecken in die Glieder fahren. Der Grund dafür war ein Blitz, der – wie sich später herausstellte – während des Hitzegewitters gegen 17 Uhr in die Basilika einschlug.

Aufgefallen ist der Blitzschlag erst eineinhalb Stunden später, als sich die Beleuchtung in der Basilika nicht mehr einschalten ließ. Bei der Suche nach der Ursache wurden die Verantwortlichen der Kirchengemeinde auf dem Dachboden fündig.

Kein Licht und kein Ton

Dort waren durch den elektromagnetischen Impuls des Blitzes mehrere Steuergeräte für die Beleuchtung und die Glocken durchgebrannt. Außerdem wurden die Verstärker für die Lautsprecheranlage in Mitleidenschaft gezogen. Im Ergebnis gab es am Montag weder Licht noch Ton und auch kein Glockengeläut. Die Abendmesse fand im Dunkeln statt. Seitdem sind Mitarbeiter der Elektrofirmen Hess (Walldürn) und Hallbaur (Hardheim) damit beschäftigt, die defekten Geräte auszutauschen und die Lichtanlage neu zu programmieren. „Wir arbeiten daran, dass möglichst bis zur Motorradwallfahrt am Samstag wieder alles funktioniert“, sagte Mesner Markus Weigand im Gespräch mit den FN.

Überprüfung steht an

Bis dahin müssen noch die Lautsprecheranlage in der Kirche und im Stadtgebiet sowie die Liederanzeigen überprüft und gegebenenfalls instandgesetzt werden. Zur Höhe des Sachschadens liegen bisher keine Informationen vor. Nach einem ähnlichen Blitzeinschlag im Jahr 2001 beliefen sich die Kosten auf mehrere Tausend Euro.

Bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten kann es in der laufenden und kommende Woche zu kurzfristigen Verschiebungen von Gottesdiensten und der Anbetung in der Franziskuskapelle kommen. Einzelheiten dazu finden Gottesdienstbesucher am Aushang im Schaukasten am Marienaltar. rs